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Kriminalität : Diebe auf dem Weihnachtsmarkt

Es weihnachtet sehr - leider auch zur Freude von Taschendieben Bild: dpa

Weihnachtszeit, Diebeszeit: Wenn auf den Weihnachtsmärkten tausende Menschen zusammenkommen, haben Diebesbanden leichtes Spiel. Die Polizei gibt Tipps, wie sich Besucher schützen können.

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          Mit mehr Zivilstreifen will die Polizei Taschen- und Trickdieben auf die Schliche kommen, die auf dem Weihnachtsmarkt nach Opfern suchen. In der Vorweihnachtszeit seien die Tätergruppen besonders aktiv, sagte Polizeisprecher Karlheinz Wagner. Entweder pirschten sich die Diebe an ihre Opfer heran oder lenkten sie unter einem Vorwand ab. „In beiden Fällen ist Vorsicht angebracht.“

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Unabhängig von den verschärften Kontrollen der Streifen könnten sich die Bürger aber auch selbst „ein Stück weit“ schützen, sagt Wagner. So rät die Polizei, beim Bummel über den Weihnachtsmarkt auf keinen Fall hohe Geldbeträge mit sich zu führen. Auch nicht benötigte EC- und Kreditkarten sollten zu Hause bleiben.

          Polizei warnt vor Trickdieben

          Zudem sollte das Geld statt in der Hosentasche in einer Innentasche oder einem Brustbeutel aufbewahrt werden. Handtaschen sollten Weihnachtsmarktbesucher möglichst unter den Arm klemmen, so dass sie von Dritten nicht geöffnet werden könnten. „In den meisten Fällen führt Leichtsinnigkeit dazu, dass die Täter überhaupt eine Chance haben, an die Wertsachen zu gelangen.“

          Weiterhin warnt die Polizei vor Trickdieben. Eine übliche Vorgehensweise dieser Tätergruppen sei etwa die „Gruß-Masche“. Dabei wird das potentielle Opfer vorgeblich für einen alten Bekannten gehalten und von einem der Täter umarmt, während ein Komplize dem Opfer die Geldbörse aus der Tasche zieht.

          Verbreitet ist laut Wagner auch der sogenannte „Verschmutzer-Trick“: Der Täter drückt seinem Opfer wie aus Versehen einen Pappdeckel mit Senf an die Jacke und bietet an, den Fleck mit einer Serviette zu entfernen. Währenddessen tastet er die Jackentaschen ab und nimmt die Wertsachen heraus. Ähnlich funktioniert der „Geldwechsel-Trick“: Auch hier versucht der Täter, sein Opfer abzulenken, indem dieser Kleingeld wechseln soll. Dabei geht der Trickdieb laut Wagner so geschickt vor, „dass er am Ende alle Scheine aus dem Portemonnaie gezogen hat“. Wagner rät, sofort die Polizei zu rufen, sobald ein Diebstahl entdeckt worden ist. Oft befänden sich die Täter noch in der Nähe. „Die Chance, das Diebesgut zurückzubekommen, ist dann zumindest nicht aussichtslos.“

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