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Polit-Satiriker Nico Wehnemann : „Wer uns zu ernst nimmt, ist bescheuert“

„Ich will keine dröge Realpolitik machen“: Nico Wehnemann auf einem Sofa auf den Vorstufen zur Macht im Frankfurter Römer. Bild: Michael Braunschädel

Satire darf alles, meint Nico Wehnemann, der für „Die Partei“ im Frankfurter Stadtparlament sitzt. Für diese radikale Haltung nimmt er auch Morddrohungen in Kauf.

          5 Min.

          Nico Wehnemann ist Stadtver­ordneter für die Satirepartei „Die Partei“ im Frankfurter Stadtparlament, wo er vor wenigen Wochen für einen Eklat sorgte. Aufgewachsen ist der Achtunddreißigjährige noch zu DDR-Zeiten in Ost-Berlin, seit zwölf Jahren lebt er in Frankfurt. Politisch stammt er aus dem ultralinken Spektrum und war Mitglied der trotzkistischen Vereinigung Linksruck, die mittlerweile aufgelöst ist. Neben der Politik arbeitet er als Informatiker bei der globalisierungs­kritischen Organisation Attac. „Die Partei“, die ursprünglich von Redakteuren der Satirezeitschrift Titanic gegründet worden ist, hat ihren Angaben zufolge heute rund 56.000 Mitglieder in Deutschland.

          Martin Benninghoff
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Herr Wehnemann, ist es nicht wahnsinnig anstrengend, Satiriker zu sein?

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