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Die Kommunalwahl & Ich : Die Arche-Ehrenamtlerin ist gegen Luxus-Sanierungen

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Regine Jégou lebt seit 40 Jahren in Frankfurt: Sie arbeitete im französischen Konsulat und setzt sich jetzt ehrenamtlich für Kinder ein. Bild: Sieber, Laila

Regina Jégou lebt im Nordend und engagiert sich ehrenamtlich bei der Arche. Die 66 Jahre alte Rentnerin hat konkrete Wünsche an den Römer. Die Stadtplanung steht ganz oben. Aus der Serie „Die Kommunalwahl & ich“.

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          Am 14. März sind die Kommunalwahlen in Hessen. Bis dahin bekommen Wähler in der Serie „Die Kommunalwahl & ich“ die Chance, ihre Sicht auf die Wahlen zu schildern.

          Seitdem ich in Rente bin, engagiere ich mich in der Arche. Das ist ein Hilfswerk, das Kindern aus sozialen Brennpunkten hilft, von der Straße zu kommen. Das heißt, sie kriegen dort Essen, Unterstützung im Lernen und auch im täglichen Leben. Da bin ich dreimal in der Woche nachmittags. Vor allem in der Hausaufgabenbetreuung. Ansonsten bin ich ehrenamtlich bei den Maltesern aktiv. Dort habe ich vor vier Jahren ein Angebot für Flüchtlinge aufgebaut, die Deutsch lernen möchten.

          Die Kommunalwahl ist schon auf dem Schirm. Gerade in der Kommune – ich wohne im Nordend – gibt es schon ein paar Themen, die mich stark interessieren. Da ist auf jeden Fall der Wohnungsbau, also die Stadtplanung, ganz oben. Gerade im Nordend wird von Investoren alles aufgekauft, so dass man überhaupt keinen Wohnraum mehr findet. Da werden ganze Häuser luxussaniert oder in Geschäfte umgemodelt.

          Frankfurt ist für mich ganz wichtig

          Das finde ich wirklich schade, weil sich auch die Struktur der Bewohner dadurch stark verändert und auch die der kleinen Läden, und was es auch sonst noch immer hier im Nordend gibt oder gab. Also, dass dem mal Einhalt geboten wird, würde mich sehr interessieren. Dann natürlich auch die Parksituation hier, die Verkehrssituation und die Fahrradwege. Gerade auf das Nordend bezogen. Ansonsten gibt es auch andere Brennpunkte in Frankfurt – also das Bahnhofsviertel und andere Stadtteile. Das wären meine konkreten Wünsche an den Römer.

          Frankfurt ist für mich ganz wichtig, weil ich mich der Stadt sehr verbunden fühle und wir hier sehr verwurzelt sind. Dadurch, dass wir so lange hier leben, haben wir unsere ganzen Freunde und Bekannten hier. Was mir immer besonders gut gefallen hat, ist die Internationalität, dieses Multikulti. Was mir sonst sehr gefällt: die Kultur, das Sportangebot, die Vereine, Parks. Man kann hier im Prinzip alles machen, was man so braucht im Leben. Alles ist ziemlich gut zugänglich, alles ist fußläufig zu erreichen. Das Gesamtpaket ist für mich einfach perfekt.

          Aufgezeichnet von Volker Muth

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