https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/dfb-campus-in-frankfurt-niederrad-eroeffnet-18140824.html

DFB-Campus : Eine urbane Heimat für den Fußball der Zukunft

Nach der Eröffnung gab es ein Trainingsspiel auf dem neuen Sportplatz. Bild: Maximilian von Lachner

Der DFB hat seinen Campus in Frankfurt eröffnet. Verbandspräsident Neuendorf spricht von einem Jahrhundertprojekt. Frankfurt sieht seine Rolle als Hauptstadt des deutschen Sports gestärkt.

          3 Min.

          Eine Sache ist dann doch nicht perfekt gelaufen in der Bauphase des neuen DFB-Campus. Im vergangenen Jahr schloss das Luxushotel Villa Kennedy seine Pforten. Für den Deutschen Fußball-Bund und vor allem seine Hauptattraktion, die Nationalmannschaft, hatte das unangenehme Folgen. Denn so ist dem DFB eine komfortable Unterkunft in direkter Nachbarschaft abhandengekommen. Es klingt grotesk angesichts eines riesigen Neubaus auf einem 15 Hektar großen Teil der früheren Galopprennbahn Niederrad, für den der DFB mit Unterstützung der internationalen Fußballverbände UEFA und FIFA 150 Millionen Euro investiert hat – aber genug Platz für die Unterbringung eines Nationalteams bietet der Campus nicht. Das liegt nicht allein am Anspruch der heutigen Generation an Fußballstars, in Einzelzimmern zu nächtigen.

          Daniel Meuren
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Vor allem der Betreuerstab der Teams, wohlgemerkt bei Frauen wie Männern ist mittlerweile zu groß. Und so wird die Nationalmannschaft, wenn sie sich im September hier aufhalten wird, im Neu-Isenburger Stadtteil Gravenbruch nächtigen. So merkwürdig es anmutet, dass ausgerechnet die Nationalmannschaft nicht zu den Stammgästen in Frankfurt zählen wird, so folgerichtig ist es allerdings auch: Denn der Campus soll als urbanes Zuhause für die Zukunft des deutschen Fußballs Talente entwickeln in den Nachwuchsteams der Männer und der Frauen. Für diese Jahrgänge, die noch zu formen und zu prägen sind, wird der Aufwand an wissenschaftlicher Arbeit geleistet, die nun erstmals eine richtige Heimat findet.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Satellitenbilder zeigen die Zerstörung nach einem Angriff auf den russischen Militärstützpunkt Saki auf der Krim

          Nach Explosionen auf der Krim : Moskaus Angst vor den Ukrainern

          Die russischen Flugzeuge könnten nach dem Angriff auf der Krim zurückgezogen werden. Kiew äußert sich zurückhaltend. Ist das ein Mittel der Kriegspsychologie?
          Langfristig kein gutes Geschäft: Gas aus einer russischen Gazprom-Pipeline

          Abhängigkeit von Putin : Der Mythos vom billigen russischen Gas

          Deutschland hat trotz der Pipeline-Importe in der Vergangenheit mehr für Erdgas bezahlt als viele andere Länder, zeigt eine neue Berechnung. Eine Rechtfertigung für die Abhängigkeit von Putin scheint damit zerstört.