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Deutschsommer : Spielend die Grammatik lernen

Schüler aus Intensivklassen verbessern in der Textorschule ihre Deutschkenntnisse. Bild: Lando Hass

Ferienzeit, das heißt auch wieder Zeit für den Deutschsommer: 168 Kinder verbessern ihre Sprachkenntnisse. Das Förderprojekt ist ein Angebot der Polytechnischen Gesellschaft in Frankfurt und längst über die Stadt hinausgewachsen.

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          Rosie und Moussa streiten sich. „Du hast Angst“, ruft der Junge. „Nein, habe ich nicht“, entgegnet das Mädchen. Die Kinder in der Textorschule schlüpfen in die Rollen der beiden Helden aus dem Kinderbuch und spielen die Szene begeistert nach. Sie verkleiden sich mit karierten Hemden und gestreiften Schals und be­treten eine imaginäre Bühne im Klassenzimmer. Eine Theaterpädagogin und eine Deutschlehrerin achten darauf, dass bei dem Auftritt auch der Satzbau und die Präpositionen stimmen.

          Rainer Schulze
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Spielend Grammatik lernen, das ist eines der Ziele beim „Deutschsommer“. Das Sprachförderprojekt der Stiftung Po­lytechnische Gesellschaft wird in den ers­ten drei Ferienwochen an zehn Frankfurter Grundschulen angeboten. Erstmals sind auch Kinder aus drei Intensivklassen dabei, die noch nicht lange in Deutschland leben. So wie Kenzo, 9, aus Kamerun, Pawle, 9, aus Serbien und Nieva, 8, aus Indien. Sie sprechen zu Hause Englisch, Französisch und Serbisch – und lernen nun auch Deutsch. Nieva findet das „nicht schwierig“, wie sie sagt. Kenzo hat heute das Wort „Hüfte“ gelernt. Und auch der Bauchnabel gehört nun zum Wortschatz der drei Kinder.

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