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Beschluss für 2024 erwartet : Der Deckel für die A661 kommt in Sichtweite

Deckel drauf: Die A661 verläuft zwischen Bornheim und Seckbach in einer Art Trog. Bild: Cornelia Sick

Mit der Vermessung der A661 haben die Vorplanungen für den Deckel auf der Stadtautobahn im Frankfurter Osten begonnen. Von einer „riesigen Chance für die Stadtentwicklung“ ist die Rede. Aber woher kommt das Geld dafür?

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          Der Verkehr rauscht unter der Seckbacher Landstraße in Frankfurt hindurch, die als Brücke über die A661 führt. Eine Schlange von Autos, die nicht abreißen will. Kaum zu glauben, dass diese Autobahn sozusagen unter Volllast überbaut werden soll. Der Verkehr soll weiter rollen, wenn über den rund 1100 Meter langen Abschnitt zwischen der Friedberger und der Seckbacher Landstraße ein Deckel gelegt wird.

          Rainer Schulze

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          So leicht, wie das klingt, ist das Vorhaben nicht zu realisieren. Allein die Planungskosten für das Projekt liegen bei 9,4 Millionen Euro. Die Herstellungskosten lassen sich noch nicht genau beziffern, sie werden auf rund 258 Millionen Euro geschätzt. Eine Summe, die die Stadt größtenteils alleine aufbringen muss. Der Bund hat bislang nur angekündigt, sich in Höhe der dann nicht mehr anfallenden Kosten für Lärmschutzwände zu beteiligen. Die Baukosten will der Bund aber nicht übernehmen, denn das Projekt genießt im Bundesverkehrswegeplan keine Priorität.

          „Riesige Chance für die Stadtentwicklung“

          Kann die Stadt sich die Überbauung wirklich leisten, wo doch coronabedingt viele Einnahmen wegbrechen und auch andere kostspielige Projekte wie der Neubau der Bühnen anstehen? Planungsdezernent Mike Josef (SPD) hält die Einhausung der A661 trotzdem für eine „riesige Chance für die Stadtentwicklung“. Das Vorhaben sei städtebaulich geboten, denn es vernetze die Stadtteile Bornheim und Seckbach miteinander und habe einen hohen „Mehrwert“ für die Lebensqualität in den angrenzenden Stadtteilen.

          Durch die Deckelung einer „städtebaulichen Sünde“, also der Stadtautobahn, würde laut Josef ein 80 Hektar großes grünes Band vom Günthersburgpark über den Wasserpark bis zum Lohrberg entstehen – und die Möglichkeit, dort rund 5000 Wohnungen zu bauen. Allerdings sinke dieser Mehrwert, wenn doch weniger Wohnungen entstehen, falls etwa das angrenzende Modellquartier der Günthersburghöfe im Nordend scheitert. Die Grünen hatten dieses Projekt zuletzt in Frage gestellt.

          Schon Ende 2019 haben die Stadt und das Land eine Verwaltungsvereinbarung geschlossen, um die Einhausung gemeinsam umzusetzen. Josef und seine Mitarbeiter hatten damals aufs Tempo gedrückt, damit sich der Bau der Einhausung und die geplante Verbreiterung der Autobahn auf sechs Spuren – zwei je Fahrtrichtung plus ein sogenannter Verflechtungsstreifen – verzahnen lässt.

          Deges koordiniert die Planung

          Der Ausbau der A661 in diesem Abschnitt hängt mit der Inbetriebnahme des Riederwaldtunnels zusammen, die für Ende der zwanziger Jahre geplant ist. Bis dahin, so Josef, könnte auch die Einhausung fertig sein. Allerdings gibt es zwei getrennte Planfeststellungsverfahren – für die Einhausung und für den Ausbau. Nur wenn die Stadtverordneten 2024 die Einhausung beschließen sollten, lassen sich beide Projekte kombinieren. Was nun aber schon beginnt, sind die vorbereitenden Untersuchungen – also die Vermessung der Strecke und die Ermittlung des Verkehrsaufkommens. Dann sollen im Sommer die Ingenieure in die detaillierte Planung einsteigen.

          Partner der Stadt, die die Planungskosten übernimmt, ist die Deges, die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und Bau GmbH, die im Auftrag des Landes die Entwurfsplanung und Kostenermittlung für den Deckel übernimmt. Auf der Grundlage dieser Planung soll es dann 2024 zum Schwur kommen. Wie Deges-Projektleiter Jens Kutzke erläutert, kann der Verkehr auf der A661 während der Bauzeit der Einhausung aufrecht erhalten werden.

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