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Debatte um Rekonstruktion : „Paulskirche nicht nur sanieren“

Freut sich, dass eine Debatte um das Gebäude Pauskirche entstanden ist: Ortsvorsteher Oliver Strank Bild: Maria Klenner

In Frankfurt treten Stimmen für eine Rekonstruktion der Paulskirche ein. „Eine Neukonzeptionierung wäre nötig“, sagt ein FDP-Mann. Die Koalition im Rathaus Römer winkt aber ab. Eine „vertane Chance“, sagen Kritiker.

          Nach der Absage der Frankfurter Römer-Koalition an eine Rekonstruktion der Paulskirche sprechen die Befürworter dieser Idee von einer „verlorenen Chance“. Entsprechend äußerten sich  Georg Wässa, stellvertretender Kreisvorsitzender der Jungen Liberalen in Frankfurt, und Oliver Strank (SPD), Vorsitzender des für die Innenstadt zuständigen Ortsbeirats. Sie hatten in den vergangenen Monaten dafür geworben, bei der anstehenden Sanierung der Paulskirche auch historische Elemente des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Gebäudes aufzugreifen.

          Rainer Schulze

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Dies lehnt das Römer-Bündnis jedoch ab. Es will die Paulskirche als Baudenkmal der Nachkriegsarchitektur wieder instand setzen und um ein Dokumentationszentrum ergänzen.

          „Die Paulskirche sei kein Museum“

          Wässa hält eine bloße Sanierung für falsch. „Eine Neukonzeptionierung wäre nötig“, sagt er. Das Gebäude sollte nach der Sanierung auch „den alten Geist“ in sich tragen. Die Ausstellung zur Paulskirche sollte seiner Ansicht nach in einem eigenen Gebäude westlich der Kirche gezeigt werden. „Die Paulskirche sei kein Museum und müsse ein belebter Ort sein. „Sie ist der Ort des ersten deutschen Parlaments und nicht nur ein Festsaal der Stadt Frankfurt.“

          Strank freut sich, dass eine Debatte um das Gebäude entstanden ist. „Es geht letztlich darum, die Paulskirche in einer würdigen Form zu sanieren.“ Er glaubt, dass der Stadt mehr historische Bauten guttun. „Es gibt dafür auch ein Bedürfnis in der Bevölkerung.“

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