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Datengeschützte Kinderfotos : Sicher geklickt im Babyblog?

  • -Aktualisiert am

So niedlich: Eltern wollen oft am liebsten jeden Schritt ihres Kindes teilen – auch online. Doch was ist mit dem Datenschutz? Bild: Picture-Alliance

Babybilder teilen ist was Schönes! Wäre da bloß nicht die Sorge um den Datenschutz. Ein Frankfurter Start-up tritt nun mit einem neuen Babyblog gegen Facebook an – Ist das wirklich sicherer?

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          Die Welt soll am Heranwachsen meines Kindes teilhaben? Nein, die Welt nicht. Aber Eltern, Verwandte und Freunde sehr wohl. Zwischen Windeln wechseln, einen Kita-Platz finden und Schnullern kaufen ist es allerdings schwer, Zeit zu finden, um Bilder zu sortieren und zu verwahren.

          Das Frankfurter Start-up „Ich will ein Pony“ will den jungen Eltern die Organisation erleichtern. Auf persönlichen Babyblogs können sie Fotos ihres Kindes und die dazugehörigen Geschichten sammeln. Es entsteht ein Tagebuch, das die Schwangerschaft und die ersten Lebensjahre festhält. Freigegeben werden die Erinnerungen nur an diejenigen, die sie sehen sollen. Anders als bei möglichen Alternativen wie Facebook oder Instagram, werden die geteilten Daten stärker geschützt und auf deutschen Servern gespeichert. Die Bilder kann man auch samt der Notizen zu einem analogen Fotoalbum verarbeiten lassen.

          Webentwickler Philipp Scheit hat seinen eineinhalb Jahre altem Sohn auf dem Schoß, neben ihm sitzt seine Frau und Mitgründerin Imme Scheit. Mitte November erwartet das Paar sein zweites Kind. „Wir sind in mehrerlei Hinsicht ein wachsendes Familienbusiness“, sagt Imme Scheit lächelnd. Eifrig sammelten sie schon während der ersten Schwangerschaft Aufnahmen und Notizen rund um das kommende Kind.

          Alleinstellungsmerkmal: Die Nuancen

          Von ihren Eltern hatten sie dicke Fotoalben bekommen. Solch schöne Erinnerungen wollten sie auch an die eigenen Kinder weitergeben. Doch mit zwei Smartphones und einer Spiegelreflexkamera kamen bald so viele Aufnahmen zusammen, dass die beiden den Überblick verloren. „Man kam gar nicht mehr hinterher“, sagt Scheit.

          Gründer der Plattform: Imme und Philipp Scheit.

          So entstand die Idee, eine digitales Tagebuch zu entwickeln. Chronologisch angeordnet, können Nutzer ihre Bilder einfach hochladen und einen Text dazu schreiben. „Die banalsten Dinge sind oft die lustigsten Erinnerungen“, sagt er. An die ersten Schritte würden sich die meisten Eltern erinnern. An Kleinigkeiten wie erfundene Wörter eher nicht. Umso schöner sei es, Jahre später im Fotoalbum darauf zu stoßen. Schon bald sollten nicht nur Freunde der Scheits das Angebot nutzen können. Seit Dezember 2016 kann jeder seinen eigenen Babyblog unter www.ich-will-ein-pony.de erstellen. Er kostet im Jahresabonnement monatlich 9,90 Euro. Das Fotobuch ist ab 29,95 Euro erhältlich. Revolutionär ist ihre Idee zwar nicht – ähnliche Angebote finden sich schon länger im Netz. Das Alleinstellungsmerkmal seien jedoch die Nuancen, sagen die Gründer.

          Der Blog bietet viel Platz für Text und ist speziell an eine Zielgruppe gerichtet. Das Paar betont, wie wichtig ihnen Datenschutz ist, gerade bei den Kleinen. Den Blog kann man nur über den E-Mail-Verteiler oder mit einem Passwort aufrufen. Die geteilten Inhalte werden nicht zu Werbezwecken ausgelesen, und die Bilder-Rechte bleiben beim Administrator. „Wir hoffen, dass den Menschen bewusst wird, wie wenig Privatsphäre Facebook und Co. bieten“, sagt Imme Scheit.

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