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Besuch im Bordell : Auf Metzger und Klempner ist kein Verlass mehr

Legende: Die goldenen Messezeiten für Frankfurter Bordelle sind vorbei. Bild: dpa

Die Messetage sollen für die Frankfurter Bordelle goldene Zeiten gewesen sein. Früher strömten Metzger, Buchhändler oder Klempner in das Bahnhofsviertel. Oder waren sie nur Figuren einer Legende?

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          Was genau auf der ISH, der Fachmesse für Sanitär- und Heizungstechnik, gezeigt wird, davon haben wenige Frankfurter eine Vorstellung. Aber was geschieht, wenn dort abends die Lichter ausgehen, davon hat haben die meisten schon einmal gehört: Dann, so will es die Legende, strömen Klempner, Installateure, Werkzeugbauer und Unternehmer ins Bahnhofsviertel, um es richtig krachen zu lassen. Nur zu Zeiten der IFFA, der Messe der Fleischwirtschaft, soll es in den rot beleuchteten Bordellen, Laufhäusern und Amüsierschuppen noch ausgelassener und lukrativer zugehen.

          Inga Janović

          Wirtschaftsredakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Klar, das passt ja auch: Fleischermeister und Fleischeslust, Klempner und die alten Sprüche vom Rohrverlegen. Nur schade, dass an der Geschichte im Grunde nichts dran ist und ihr wahrer Kern aus längst vergangenen Zeiten stammt: Früher, so hört man es im Viertel, seien die Messetage immer Hochzeiten für das Gewerbe gewesen, da habe es kaum eine Rolle gespielt, ob sich nun Metzger, Buchhändler oder Autoverkäufer in Frankfurt versammelten. Zu Amüsement und Sex habe es sie alle gezogen.

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