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Massenschlägerei vor Derby : Darmstädter Hooligan in Frankfurt verurteilt

  • Aktualisiert am

Ausschreitungen hatte es auch bei früheren Derbys gegeben: Im Mai 2016 musste die Polizei eine Kneipe in der Darmstädter Innenstadt abriegeln. Bild: Helmut Fricke

Bei einer Massenschlägerei zwischen Anhängern von Eintracht Frankfurt und Darmstadt 98 geriet eine Familie zwischen die verfeindeten Gruppen. Nun wurde einer der Täter verurteilt, der das Auto der Familie angegriffen hatte.

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          Weil er während einer Massenschlägerei unter Fußball-Hooligans Stühle gegen ein Auto und eine Straßenbahn geworfen hat, ist ein Anhänger des früheren Bundesligisten SV Darmstadt 98 zu elf Monaten Bewährungsstrafe und 1850 Euro Geldauflage verurteilt worden. Das Frankfurter Amtsgericht ging am Donnerstag von besonders schwerem Landfriedensbruch und versuchter Körperverletzung aus.

          Der 24-Jährige hatte sich im Februar vergangenen Jahres am Rande der Bundesliga-Begegnung zwischen Eintracht Frankfurt und Darmstadt an einer Auseinandersetzung mit insgesamt 180 randalierenden Fans in Frankfurt-Bockenheim beteiligt. Dabei warf er einen Plastikstuhl auf die Motorhaube einer im Auto zufällig vorbei fahrenden Familie, die damit „zwischen die Fronten“ geriet. Der Familienvater berichtete in seiner Vernehmung von massiven Panikattacken, die insbesondere seine Frau und der vierjährige Sohn auf dem Rücksitz erlitten hätten.

          Gericht und Staatsanwaltschaft sprachen von einer völligen Sinnlosigkeit des Gewaltexzesses auf offener Straße „am helllichten Samstagnachmittag“. „Da kann einem angst und bange werden“, sagte der Richter, nachdem er die Videoaufzeichnung betrachtet hatte: „Solche Vorfälle wären ein Grund, die gesamte Bundesliga abzuschaffen“. Der Angeklagte hatte zuvor die Vorwürfe vollständig eingeräumt.

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