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Danziger Platz : Stolze Summe für ein altes Gemäuer

Platz für 400 Wohnungen: Das Areal am Danziger Platz wird neu gestaltet. Bild: Wonge Bergmann

Das Bürohaus der Telekom am Danziger Platz in Frankfurt hat einen neuen Eigentümer. Er plant rund 400 Wohnungen. Aber der Kaufpreis des Gebäudes ging in die Millionenhöhe.

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          Der bisherige Eigentümer HGA Capital bietet die Immobilie am Danziger Platz im Ostend noch auf seiner Internetseite an. Der Steckbrief dazu ist kurz und bündig. „Assetklasse: Büro. Standort: Frankfurt, Hessen, Deutschland. Vermietbare Fläche: 31202 Quadratmeter. Baujahr: 1955.“ Doch das Gebäude ist inzwischen verkauft. Wie es in der Immobilienbranche heißt, wurde ein Bieterverfahren inzwischen beendet. Das Unternehmen CGGruppe, das im Westend die Oberpostdirektion zum Wohnhaus umbauen und am Kaiserlei ein Stadtquartier entwickeln will, soll sich durchgesetzt haben. Die CG Gruppe bestätigt dies auf Anfrage, will sich zu weiteren Details aber erst in drei oder vier Wochen äußern.

          Rainer Schulze
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Das Grundstück liegt zwischen Danziger Platz, Henschelstraße und Ostparkstraße und steigt zum Hang leicht an. Es ist komplett mit Bürogebäuden bebaut. Ungefähr auf mittlerer Höhe befindet sich ein Hochhaus, das an der Henschelstraße zehn Stockwerke misst. Anstelle der Bürogebäude sind nun Wohnungen geplant. Ob das Areal, das nicht unter Denkmalschutz steht, komplett neu bebaut wird, steht noch nicht fest. Möglicherweise wird das Hochhaus auch als Appartementhaus umgenutzt. Grundlage des Bieterverfahrens war ein städtebaulicher Testentwurf, der von dem Büro Wentz & Co. stammen soll. Demnach sind rund 37000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche möglich, was in etwa 400 Wohnungen entspräche.

          Verschiedene Frankfurter Projektentwickler zeigten Interesse

          Angeblich soll der Käufer einen stolzen Preis gezahlt haben. Von 71 Millionen Euro ist die Rede. Das Gebäude ist zwar noch bis Ende 2019 an die Telekom vermietet. Der Kaufpreis wird von Marktteilnehmern aber trotzdem als „stolzer Preis“ bezeichnet. Verschiedene Frankfurter Projektentwickler waren an dem Gebäude interessiert. Unter ihnen war auch die städtische Wohnungsgesellschaft ABG, die wegen des hohen Preises aber aus dem Bieterverfahren ausgestiegen sei, wie ihr Geschäftsführer Frank Junker sagt.

          Für das Grundstück gilt kein Bebauungsplan. Der Bauherr könnte sich um eine Genehmigung nach Paragraph 34 des Baugesetzbuchs bemühen, der besagt, dass sich die Bebauung in die Umgebung einfügen muss. Weil in der Nachbarschaft aber nur sechs- bis siebengeschossige Gebäude stehen, spricht vieles dafür, das Hochhaus zu erhalten und umzunutzen.

          Kein preiswerter Wohnraum dank des hohen Kaufpreises

          Das Stadtplanungsamt favorisiert eine gemischte Nutzung mit einem Schwerpunkt auf dem Wohnungsbau. „Wohnen ist eine selbstverständliche Lösung an dieser Stelle“, sagt Amtsleiter Martin Hunscher. Außerdem wünscht sich die Behörde am Danziger Platz Geschäfte und einen Weg zwischen Ostpark- und Henschelstraße. Anders als andere Flächen am Danziger Platz ist das Grundstück nicht vom Bau der nordmainischen S-Bahn betroffen.

          Das Stadtplanungsamt erwartet zudem, dass der Bauherr eine Kita und 30 Prozent der Wohnfläche im geförderten Wohnungsbau errichtet. Falls kein Bebauungsplan aufgestellt werden muss, kann die Stadt den Anspruch aber möglicherweise nicht durchsetzen. Wegen des hohen Kaufpreises dürfte an dieser Stelle kaum preiswerter Wohnraum entstehen. Marktbeobachter rechnen mit Quadratmeterpreisen von 8000 Euro und mehr.

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