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Kinderbuchausstellung : Die Eule fliegt dieses Jahr digital

Belesen: Die Leseeule hat es sich gemütlich gemacht. Bild: Stadt Frankfurt

Die Kinderbuchausstellung zur 60. Frankfurter Lese-Eule kann nicht in der traditionellen Weise stattfinden. Daher passt sie sich mit einem Filmquiz den Verhältnissen an. Und sogar einige Prominente machen mit.

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          Ein Mädchen, das nicht gut schlafen kann. Ein Junge als Tier, das Ungewöhnliches frisst. Und ein Junge, der anscheinend James Bond nacheifert – was sie da tun und vor allem, welches Lieblingsbuch sie darstellen, können jetzt alle anderen Kinder herausfinden. Das „Filmquiz der Lese-Eule“ geht online. Und bis zum Jahresende können Kinder, die das richtige Buch oder die richtige Geschichte erraten, einen Preis gewinnen. Zahlreiche Institutionen und Vereinigungen haben Sachpreise gespendet.

          Eva-Maria Magel

          Kulturredakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Bis zum 6. Dezember läuft die Aktion der Frankfurter Lese-Eule, für die seit dem Sommer trotz der durch Corona erschwerten Bedingungen an Frankfurter Schulen 14 Videos von Kindern mit Rätselpantomimen zu ihren Lieblingsbüchern entstanden sind. Zuerst war das Filmquiz der Rhein-Film Produktion eher als Ergänzung der traditionellen Buchmesse für die Jüngsten gedacht. Nun könnten die Clips zur Hauptattraktion der diesjährigen Frankfurter Lese-Eule werden, die noch dazu ein Jubiläum ist. Ein paar Prominente machen auch mit. Und wenn es gut läuft, könnten weitere Clip-Folgen mit Frankfurter Schülern gedreht werden.

          Die 60. Ausgabe der Lese-Eule haben Andrea Breu und ihr kleines Team im Jugend- und Sozialamt der Stadt in diesem Jahr geplant, das Filmquiz mit der Eule im Logo wäre ein Jubiläums-Extra gewesen. 1961 hatte das erste Mal eine Kinder- und Jugendbuchausstellung mit Lesungen in Frankfurt stattgefunden. Seither hat die Lese-Eule das Ziel, möglichst viele Teilnehmer in die Römerhallen zu locken und mit Lesungen an verschiedenen Orten der Stadt – mit Workshops, Mitmachformaten und vor allem mit dem Schmökern in der mit Tischen und Sitzecken ausgestatteten Buchausstellung am Römerberg – für das Lesen und Teilhaben zu werben.

          „Seit Beginn der Pandemie kamen die Kinder zu kurz“

          Bis zuletzt sei das Team „vorsichtig optimistisch“ gewesen, sagt Breu. Denn die Lese-Eule hat das große Ziel, alle zu erreichen. Deshalb hatte man auch eine Ausgabe mit Sicherheitsvorkehrungen geplant. „Seit Beginn der Pandemie kamen die Kinder zu kurz, die Kultur zu kurz und die Kinderkultur erst recht“, fasst Breu nüchtern zusammen. Nun kann auch die Lese-Eule nicht in der traditionellen Weise stattfinden. Die große Bücherschau, die normalerweise mehr als 800 aktuelle Kinder- und Jugendbücher versammelt, die nach drei Wochen Lese-Eule ziemlich benutzt in den Römerhallen zurückbleiben, gibt es zum ersten Mal seit 1961 nicht. Schon vor dem Teil-Lockdown schien es eine große Herausforderung, Schulklassen, Gruppen aus Kindereinrichtungen und Familien in der Ausstellung corona-konform eine gute Begegnung mit Literatur erleben zu lassen. Nun ist die Ausstellung abgesagt, die bis zuletzt geplanten Lesungen mit Bestsellerautoren wie Andreas Steinhöfel und Margit Auer sollen live nachgeholt werden.

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