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Wirt setzt auf 2-G-Regel : „Wenn ich König wäre, wären alle geimpft“

„Ein Glücksgriff“: Louie Hölzinger am Stammtisch in seiner Apfelweinwirtschaft Bild: Wonge Bergmann

Ein Frankfurter Apfelweinwirt setzt auf die 2-G-Regel und lässt nur noch Geimpfte und Genese in sein Lokal. Dafür nimmt er Anfeindungen gerne in Kauf. Impfgegner sind für ihn „Leerdenker“.

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          Auch im Reservierungsbuch hat Louie Hölzinger vermerkt, dass er mit seiner Apfelweinkneipe einen anderen Weg geht: „Ab heute G-2“ steht da mit blauem Kugelschreiber geschrieben, in Großbuchstaben. Und auch allen Gästen, die am Montagabend bei ihm anrufen, um einen Tisch zu reservieren, macht es der Wirt der Apfelweinkneipe „Mainlust“ im Frankfurter Stadtteil Schwanheim noch einmal deutlich: „Wenn ihr zu mir kommen wollt, dann müsst ihr geimpft oder genesen sein, nur mit einem Test kommt ihr nicht mehr rein.“

          Alexander Jürgs
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Louie Hölzinger ist einer der ersten Gastwirte in der Region, der das sogenannte 2-G-Optionsmodell umsetzt, das die hessische Landesregierung auf den Weg gebracht hat. Lange darüber nachgedacht hat er nicht. Als klar wurde, dass es Restaurantbetreibern ermöglicht wird, nur noch Geimpfte oder Genese in ihre Lokale zu lassen, hat er sich mit seinen Mitarbeitern zusammengesetzt und ihnen von seinen Plänen berichtet. „Da hat keiner widersprochen, hinter der Entscheidung steht das ganze Team“, sagt er nun. Und dass all diejenigen, die in seiner Apfelweinkneipe arbeiten, sowieso schon lange geimpft seien.

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