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Besuch auf Corona-Station : „Wir verlieren auch die jungen Menschen“

Die Lagerung auf dem Bauch soll helfen, die Lunge der Corona-Patienten zu entlasten. Wache Patienten drehen sich selbst, beatmete und schwerkranke Patienten werden von Pflegern und Ärzten gedreht. Bild: Lucas Bäuml

Zwei Jahre Corona-Pandemie und kein Ende in Sicht: Für Pfleger und Ärzte der Uniklinik Frankfurt bedeutet das enorme psychische und körperliche Belastung. Die meisten Patienten sind ungeimpft. Ein bestürzender Einblick in den Alltag auf der Intensivstation.

          8 Min.

          Gestorben wird halb nackt im Vierbettzimmer. Ums Überleben gekämpft auch. Die Lieblingstrainingshose oder ein bequemes T-Shirt passen nicht über die Körper, aus denen etliche Schläuche ragen und die mit Kabeln übersät sind. Wer auf einer Intensivstation liegt, der bekommt ein Hemdchen. Die Patienten haben andere Probleme, als sich über nackte Haut Gedanken zu machen. Sie kämpfen um jeden Atemzug.

          Marie Lisa Kehler
          Stellvertretende Ressortleiterin des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Einige sind bei Bewusstsein, bekommen zusätzlichen Sauerstoff – etwa über einen Schlauch durch die Nase. Andere sind sediert, haben einen Beatmungsschlauch in der Luftröhre, wieder andere hängen an einer Herz-Lungen-Maschine. Wer hier liegt, hat schon lange keinen echten Hautkontakt mehr gespürt. Die Hände, die sie berühren, stecken in Latex-Handschuhen. Oft zwei Paar übereinander. Angefasst werden die Patienten viel. Fremde Hände am ganzen Körper. Die Patienten müssen mehrmals täglich umgelagert, die vielen Schläuche und Geräte, an denen sie angeschlossen sind, permanent kontrolliert werden.

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