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Angst vor Ansteckungen : Schülervertreter fordern Hybridmodell und drohen mit Streik

Geteilt: Frankfurter Schülervertreter befürworten das Hybridmodell mit gesplitteten Klassen Bild: ZB

Frankfurter Schülervertreter machen sich für Hybrid-Unterricht mit geteilten Klassen stark. Die Schüler fordern zudem Fortbildungen für Lehrer, damit diese in einem Wechselmodell digital unterrichten können.

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          Schülervertreter aus Frankfurt fordern Hybrid-Unterricht, „da der Mindestabstand zurzeit an den meisten Schulen nicht einhaltbar ist und wir uns von Masken alleine nicht genug geschützt fühlen“. So steht es in einem Schreiben der Schülervertreter von sechs weiterführenden Schulen und des Stadtschüler- und Stadtschülerinnenrats, in den die weiterführenden und beruflichen Schulen jeweils zwei Delegierte und den Schulsprecher entsenden.

          Florentine Fritzen

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Beim Hybrid-Unterricht werden die Klassen geteilt, meist in zwei Hälften. Die eine Lerngruppe kommt dann in der einen Woche in die Schule, die andere in der nächsten, immer im Wechsel. Oder die einen kommen montags und dienstags, die anderen mittwochs und donnerstags. An den Tagen ohne Präsenzunterricht versorgen die Lehrer die Schüler digital mit Aufgaben.

          „Psychischer Druck“

          Aus Sicht der Schüler ist der Schulweg wegen überfüllter öffentlicher Verkehrsmittel derzeit „neben der Schule das größte Sicherheitsrisiko“. Die Unterzeichner kommen von der Ziehenschule, der Neuen Gymnasialen Oberstufe, vom Riedberg-Gymnasium, vom Goethe-Gymnasium, von der Otto-Hahn-Schule und der Elisabethenschule.

          In dem über den Verteiler von „Fridays for Future“ Frankfurt verschickten Schreiben sprechen die Schüler von der „Angst, selbst infiziert zu werden“ und „unkontrolliert“ Mitschüler und die Familie anzustecken. Es sei „ein psychischer Druck, mit dieser Angst zu leben, vor allem für diejenigen, die einer Risikogruppe angehören“.

          Außerdem fordern die Schüler Fortbildungen für Lehrer, damit diese in einem Wechselmodell digital unterrichten können. Weiterhin wünschen sie sich „von der Schule gewartete Luftfilter“. Für den Fall, dass die Forderungen nicht ernst genommen würden, sehen sich die Schüler nach eigenen Worten „gezwungen, in einen Schulstreik zu treten“.

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