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Umfrage von Finanzforschern : Wie die Corona-Krise das Eigenkapital von Firmen auffrisst

  • Aktualisiert am

Verarbeitendes Gewerbe trifft die Krise besonders hart: Schuhfabrik im italienischen Castelnuovo Vomano Bild: dpa

Die Corona-Krise könnte viele italienische Unternehmen in den Ruin treiben: Das zeigt eine Studie von Frankfurter Finanzmarktforschern.

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          Vor allem kleine und mittlere Unternehmen werden von der Corona-Krise schwer getroffen. Das bestätigt eine Studie des Frankfurter Leibniz-Instituts für Finanzmarktforschung. Ein Wissenschaftlerteam hat dazu Daten von 81.000 meist privatwirtschaftlichen Unternehmen aus Italien ausgewertet.

          Die repräsentative Stichprobe zeigt, dass die Betriebe nach dreimonatigem Lockdown mit einem jährlichen Gewinnrückgang von insgesamt 170 Milliarden Euro rechnen müssen, was rund zehn Prozent des italienischen Bruttoinlandsprodukts entspräche. Das Eigenkapital-Defizit beliefe sich zusammen auf 117 Milliarden Euro. Mehr als 13.500 Unternehmen mit etwa 800.000 Beschäftigten könnten dadurch in finanzielle Not geraten. Betroffen sind vor allem verarbeitendes Gewerbe und Großhandel, weniger der Freizeit- und Tourismussektor. Nach Ansicht der Forscher zeigen die Ergebnisse, dass Corona-Hilfen stärker als bisher auf eine Stärkung des Eigenkapitals der Unternehmen abzielen müssten.

          Link zur Veröffentlichung: https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=3671396

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