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Corona-Konzepte : Zum Schutz der Händler

  • -Aktualisiert am

Frankfurter Römerberg: Leere auf dem Herbstmarkt Bild: dpa

Die Streichliste dieses Jahres ist so lang, dass es immer schwerer fällt, guten Mutes zu bleiben. Mit Sicherheit lässt sich das eine oder andere Konzept nutzen, um ein wenig Frankfurter Normalität und auch Adventsstimmung zu retten.

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          Omas Besuch, Kindergeburtstag, Spanien-Urlaub – und nun auch noch der Weihnachtsmarkt. Die Streichliste dieses Jahres ist so lang, dass es immer schwerer fällt, guten Mutes zu bleiben. Trotzdem ist die Absage des Frankfurter Weihnachtsmarktes konsequent, und zwar in erster Linie für die Schausteller. Ihr Gewerbe rettet man wohl besser mit direkten Zuschüssen über die Krise als durch wackelige Veranstaltungspläne.

          Die Unternehmer haben alles versucht. Aber manchmal hat sie genau das noch zusätzlich Geld gekostet. So stand die Frankfurter Dippemess im Frühjahr schon fix und fertig da, als das Fest wegen des Lockdowns noch vor der Eröffnung wieder abgebaut werden musste. Für den Freizeitpark, der die Herbst-Dippemess hätte ersetzen sollen, waren ebenfalls schon vor der Absage die ersten Fahrgeschäfte aufgestellt. Und auch die Geschäfte der kleinen Herbstkirmes in der Innenstadt gehen nicht allzu gut.

          Nur der Rückzug ist ganz ohne Risiko

          Auch für den Weihnachtsmarkt war die Gefahr groß, dass es kurz vorher oder sogar mittendrin eine Absage geben würde. Wohin dann mit den Hektolitern Glühwein, mit den Zutaten für Waffeln und Nierenspieß, den vielen Wintermützen?

          Und woher, das war bis zur Absage die zweite Frage, hätten eigentlich die Besucher kommen sollen? Die wirklich Feierlustigen wären nicht erwünscht gewesen, und die Vernünftigen, Zurückhaltenden, auf denen so viel Hoffnung ruht, hätten den Widerspruch zwischen einer Absage für den Weihnachtsbesuch bei den Großeltern und dem Angebot, sich dem Budenzauber hinzugeben, kaum noch auflösen können. Der Widerspruch ist auch deshalb so groß, weil es nicht gelungen ist, Vertrauen in die Schutzvorkehrungen und Hygienekonzepte aufzubauen, in die Veranstalter und Kulturschaffende viel investiert und die dem Gesundheitsamt vorgelegen haben.

          Nur der Rückzug in die Einsamkeit ist ganz ohne Corona-Risiko. Dabei gibt es eine Reihe von Einrichtungen und Veranstaltungskonzepten, die Abstandsvorgaben, Hygienebestimmungen und Maskenpflicht vorbildlich verwirklichen. Darauf sollte man in diesen Tagen ebenso schauen wie auf die Infektionszahlen und die Leichtsinnigen. Mit Sicherheit lässt sich das eine oder andere Konzept nutzen, um zwar nicht das Schaustellergewerbe, aber ein wenig Frankfurter Normalität, Vergnügen und auch Adventsstimmung zu retten.

          Inga Janović

          Wirtschaftsredakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

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