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15-Kilometer-Regel greift : Bayern überholt Hessen bei Impfquote pro Kopf

Der Kreis Fulda wartet noch ab. „Es ist mitnichten so, dass sich dann niemand mehr weiter als 15 Kilometer von seinem Wohnsitz entfernen darf“, zitiert der Kreis seinen Landrat Bernd Woide am Montag. Ausschließliches Ziel der 15-Kilometer-Regel sei es, den Tagestourismus einzuschränken, um dadurch an den jeweiligen touristischen Orten Kontakte zu reduzieren. „Im Landkreis Fulda betrifft das in erster Linie den Besucherandrang in der Rhön, speziell auf der Wasserkuppe. Diese Kontaktreduzierung haben wir am Wochenende ganz konkret durch die Sperrung von Straßen und Parkplätzen erreicht“, so Woide. Gesundheitsdezernent Federick Schmitt lässt zu den Ursachen der hohen Inzidenz wissen, „ dass die überwiegende Zahl der Ansteckungen zumeist im privaten Umfeld beziehungsweise sehr häufig im selben Haushalt erfolgt ist“.

Alle anderen Kreise mit Ausnahme von Hersfeld-Rotenburg sowie alle kreisfreien Städte liegen ziemlich weit entfernt von der Inzidenz-Marke 200, wobei Offenbach nach einem Anstieg auf 185 kommt. Eine weitere Ausnahme bildet die Stadt Hanau; dort gelten weiter verschärfte Vorgaben, anders als im Main-Kinzig-Kreis, dem die Stadt angehört.

Die teils verschärften Corona-Regeln gelten zunächst bis zum 31. Januar. Demnach dürfen sich künftig nur noch Angehörige eines Haushalts mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person im öffentlichen Raum treffen. Bislang galt, dass der Aufenthalt im öffentlichen Raum nur alleine, mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes bis zu einer Gruppengröße von höchstens fünf Menschen gestattet ist. Dazugehörige Kinder bis zum Alter von einschließlich 14 Jahren blieben unberücksichtigt, das ist künftig nicht mehr so. Für Schülerinnen und Schüler fällt der Unterricht im Klassenzimmer wegen der Pandemie bis Ende Januar weitgehend weg. Nach dem Beschluss des Corona-Kabinetts der Landesregierung müssen die Kinder der Klassen 1 bis 6 bis zum 31. Januar zum Lernen nicht an die Schulen kommen.

In Corona-Hotspots mit einer anhaltend hohen Sieben-Tages-Inzidenz von mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner mussten die Kommunen bislang schon nächtliche Ausgangsbeschränkungen erlassen. Von Montag an sollen dort auch touristische Tagesausflüge unterbunden werden. Für Menschen, die in einem Corona-Hotspot leben, wird die Bewegungsfreiheit für Freizeitaktivitäten auf einen Radius von 15 Kilometer rund um die Wohnanschrift beschränkt, wie die Deutsche Presse-Agentur weiter erläutert. Die Regelung gilt ausdrücklich nicht für den Weg zur Arbeit oder beispielsweise für einen längeren Weg zum Arzt.

Zahlreiche Geschäfte bleiben ebenso geschlossen wie Freizeit- und Kultureinrichtungen, Friseure eingeschlossen. Es gilt eine weitreichende Maskenpflicht, unter anderem in Geschäften, Bussen und Bahnen sowie in einigen Fußgängerzonen. Besuche in Krankenhäusern, Seniorenheimen und Pflegeeinrichtungen bleiben unter strengen Vorgaben möglich, so die dpa weiter.

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