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Corona-Ausbruch in Pflegeheim : Fast 70 Infizierte in Frankfurter Pflegeheim

Spender mit Desinfektionsmittel steht mittlerweile vor jedem Zimmer im Pflegeheim, die Mitarbeiter tragen bei jedem Kontakt mit den Bewohnern Schutzkleidung. Bild: dpa

46 Bewohner und 22 Mitarbeiter eines Awo-Pflegeheims im Frankfurter Gutleut haben sich mit dem Corona-Virus infiziert. Ein zuvor schon schwerkranker Mann starb.

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          Mit Hilfe des Zufalls ist ein größerer Corona-Ausbruch mit fast 70 Infizierten im Johanna-Kirchner-Altenhilfezentrum der Arbeiterwohlfahrt (Awo) im Gutleut erkannt worden.

          Inga Janović
          Redakteurin im Regionalteil der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortliche Redakteurin des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Die Infektion mit dem Sars-Cov2-Virus war bereits in der vergangenen Woche zuerst bei einem Bewohner aufgefallen, der wegen anderer Beschwerden ins Krankenhaus eingeliefert worden war. Symptome von Covid-19 hatte er nach Aussage eines Awo-Sprechers keine. Das habe zum Zeitpunkt der ersten positiven Testung auch für die übrigen Senioren in dem betroffenen Wohnbereich gegolten. Es sei trotz der täglichen Messung von Körpertemperatur und Sauerstoffsättigung im Blut bei Bewohnern und Mitarbeitern nicht erkennbar gewesen, dass das Virus im Haus umgehe.

          Umso größer war die Überraschung, als die sofort gestartete Reihentestung offenbarte, dass sich 46  Bewohner und 22 Mitarbeiter angesteckt haben. Der Ursprung der Infektionswelle sei nicht nachvollziehbar, sagte der Awo-Sprecher am Freitagabend.

          Verstärkte Sicherheitsmaßnahmen im Heim

          Die Mehrheit habe bislang wenn, dann leichte Symptome, acht Bewohner wurden wegen schwererer Krankheitsverläufe in Kliniken verlegt. Einer von ihnen ist verstorben, er soll allerdings zuvor schon schwerkrank gewesen sein.

          Das Altenhilfezentrum steht seit Bekanntwerden der ersten Infektion komplett unter Quarantäne, die Sicherheitsmaßnahmen wurden noch einmal verstärkt, Besuche sind gar nicht mehr erlaubt. Mit ihren Angehörigen und Freunden können die Angehörigen deshalb nur per Telefon oder über Videoanrufe per Tablet Kontakt halten. Für die fehlenden Mitarbeiter springen nach Awo-Angaben Kollegen aus einem Personalpool ein.

          Bewohner und Mitarbeiter werden nun im Sieben-Tage-Rhythmus erneut getestet, erst wenn keine positiven Befunde mehr vorliegen, kann die Quarantäne aufgehoben werden.

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