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Corona-Impfung : Die Angst vor der Überimpfung

Die Pandemie im Blick: Derzeit verwendet Martin Stürmer den größten Teil seiner Arbeitszeit auf das Auswerten von PCR-Tests. Bild: Tom Wesse

Mancher macht von der Zahl seiner Antikörper die Entscheidung über eine weitere Corona-Impfung abhängig. Der Frankfurter Virologe Martin Stürmer rät davon ab.

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          Die Phase der Pandemie, als der vollständige Impfnachweis die Eintrittskarte in ein freieres Leben war, liegt noch nicht lange zurück. Es war auch die Phase, in der Kuriere rund 800 Blutproben je Monat in einem medizinischen Labor im Gutleutviertel abluden. Sie alle waren versehen mit einem klaren Auftrag. Martin Stürmer und sein Team sollten die Proben auf Antikörper untersuchen. Denn wem es gelang nachzuweisen, dass er schon mit dem Wildtyp des Coronavirus in Kontakt gekommen war, der konnte und kann sich auch nachträglich als „genesen“ klassifizieren lassen – und so unter Umständen auf eine der Impfungen verzichten, die es zum Erlangen des Status „vollimmunisiert“ braucht.

          Viele haben Sorge vor „Überimpfung“

          Marie Lisa Kehler
          Stellvertretende Ressortleiterin des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Der überwiegende Anteil der Blutproben mit unklarem Antikörperstatus aber stammt auch weiterhin von Menschen, deren Immunsystem durch Medikamente unterdrückt wird. Für sie soll Virologe Stürmer überprüfen, ob nach einer Impfung eine relevante Menge an Antikörpern nachweisbar und ob dieser Wert nach einiger Zeit noch immer stabil ist. Zwei völlig unterschiedliche Fragen, zwei unterschiedliche Testverfahren.

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