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Clan-Kriminalität in Frankfurt : Brutaler Kampf um die Macht im Viertel

Tatort Allerheiligenviertel: Vor einem Kiosk fielen am 29. Januar Schüsse. Offenbar handelte es sich um eine Auseinandersetzung unter Drogenhändlern. Bild: Lucas Bäuml

Im Frankfurter Gallusviertel wird ein Mann fast zu Tode geprügelt. Die Tat gilt als Racheakt. Wie die Staatsanwaltschaft gegen eine Spirale der Gewalt vorgeht.

          3 Min.

          Am frühen Morgen des 2. März warteten die Angreifer mit zäher Geduld auf ihr Opfer. So jedenfalls vermutet es die Polizei. Es war keine spontane Tat, kein überfallartiger Angriff aus einer Laune heraus. Die Männer, so heißt es, seien in ihren Autos vorgefahren und hätten still ausgeharrt, bis das Opfer um 1.35 Uhr nach Hause kam. Dann stiegen die Männer aus dem Auto, zogen sich die Sturmhauben über und prügelten, noch bevor der Achtunddreißigjährige die Haustür aufschließen konnte, mit Totschlägern und einem Baseballschläger auf ihr Opfer ein. Auf Kopf und Oberkörper. Allein die Schläge hätten vermutlich ausgereicht, um den Mann irgendwann zu töten. Dann rammte ihm einer ein Messer in den Oberschenkel, so tief, dass die Klinge eine Arterie verletzte und das Opfer fast verblutete. In diesem Moment bellte sein Hund. Die Angreifer flohen.

          Katharina Iskandar
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Diese Attacke, die sich vor fast zwei Monaten im Gallus abspielte, hat die Polizei lange beschäftigt. Nicht nur weil derart rohe Gewalt auch für die Milieukriminalität in Frankfurt nicht alltäglich ist. Sondern vor allem, weil sich eine Frage aufdrängte, die die Ermittler schon seit dem 29. Januar verfolgt: Wann geschieht die nächste Tat?

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