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Frankfurter Flughafen : Bund soll Fluglärm mindern

Anflug auf Frankfurt – tief über den Dächern des Rhein-Main-Gebiets. Bild: dpa

Eine Initiative gegen Fluglärm aus dem Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen appelliert an die neue Koalition in Berlin. Sie setzen vor allem auf die Grünen und deren Umweltschutzpolitik.

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          Damit die Belange der vom Fluglärm belasteten Bevölkerung bei der Bildung einer rot-grün-gelben Bundesregierung nicht ganz der Kompromissfindung zum Opfer fallen, hat die Bürgerinitiative Sachsenhausen per E-Mail Appelle an die Verhandelnden in Berlin gerichtet. Darin verlangt die Bürgerinitiative unter anderem, die Nichtbesteuerung von Kerosin abzuschaffen, denn das sei nichts anderes als eine Subvention in Milliardenhöhe zum Vorteil des Luftverkehrs.

          Jochen Remmert
          Flughafenredakteur und Korrespondent Rhein-Main-Süd.

          Die bisherigen Bundesregierungen griffen auf einen Subventionsbegriff zurück, der nicht den umfassenderen Begriffen anderer nationaler/internationaler Institutionen wie der Universität Chemnitz, der OECD und des IWF entspräche, heißt es weiter zur Begründung. Das müsse sich ändern, denn so werde systematisch eine vollständige Erfassung aller finanzieller Unterstützungen der Luftverkehrswirtschaft durch den Staat ausgeschlossen. Zudem werde bislang der klimaschädliche Einfluss des Luftverkehrs nicht realistisch in Rechnung gestellt, auch das müsse sich ändern, wie Ursula Fechter, Mitglied der Bürgerinitiative und ehemalige Frankfurter Fluglärmbeauftragte, im Gespräch erläuterte. Es dürfe keinesfalls so ablaufen wie beim Thema Tempo 130 auf Autobahnen, ein Ziel, das die Grünen offenbar ohne Widerstand aufgegeben hätten.

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