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Buchmesse : Mehr geht nicht

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Vorhang auf für die Frankfurter Buchmesse: Knapp 7500 Aussteller zeigen sich in den voll belegten Hallen Bild: dpa

Steigende Verkaufszahlen beflügeln zu Beginn der Frankfurter Buchmesse die Stimmung der Branche. „Nach negativen Umsatzzahlen hat sich die Buchbranche wieder gefangen“, heißt es. Die Kapazität der Hallen sei ausgeschöpft.

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          Optimismus in der Branche vor der Eröffnung der Frankfurter Buchmesse: Der Buchhandel erwartet in diesem Jahr ein dickes Umsatzplus, wie der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Gottfried Honnefelder, am Dienstag sagte. „Das Ergebnis wird besser als im Vorjahr“, erklärte er wenige Stunden vor dem offiziellen Beginn der größten Bücherschau der Welt, bei der in diesem Jahr knapp 7.500 Aussteller aus mehr als 100 Ländern ihre Produkte präsentieren. Ehrengast der Ausstellung, die bis Sonntag geht, ist die katalanische Kultur.

          Bis Ende September habe das Umsatzplus bei mehr als vier Prozent gelegen, sagte Honnefelder. Das werde sich bis Ende des Jahres erfahrungsgemäß wieder etwas verringern, aber „die Stimmung in der Branche ist gut“. Im vergangenen Jahr hatte der deutsche Buchhandel mit 9,3 Milliarden Euro ein Umsatzplus von 1,1 Prozent erzielt.

          China hat 30 Prozent mehr Fläche gebucht

          Buchmesse-Direktor Juergen Boos erklärte, auch die Buchmesse sei in der Ausstellerzahl im Vergleich zum Vorjahr weiter gewachsen. Die Kapazität der Hallen sei bis zum Maximum ausgeschöpft. Allein China habe seine Präsentationsfläche um knapp 30 Prozent gesteigert.

          Bild: dpa

          Als inhaltliche Schwerpunkte der Messe nannte er die Themen Digitalisierung und Bildung. Auffällig viele Veranstaltungen zu gesellschaftlichen und kulturpolitischen Themen stünden auf dem Programm. „Die Zeiten, in denen die Buchmesse als 'Eventmesse' wahrgenommen und genutzt wurde, scheinen vorbei“, sagte er.

          Boos bedauerte, dass die auf Spanisch schreibenden Autoren Kataloniens sich bei der Ehrengast-Präsentation auf der Buchmesse nicht beteiligen wollten: „Ich finde es schade, dass wir nicht die gesamte Vielfalt der katalanischen Kultur hier haben.“ Er gehe aber davon aus, dass einige der nicht vertretenen Autoren trotzdem nach Frankfurt reisen werden. Die Gründe für die Absagen lägen irgendwo zwischen Nationalismus, regionalen Streitigkeiten, individuellen Eitelkeiten und dem Wunsch, die Bühne weniger bekannten Autoren zu überlassen, sagte Boos.

          Friedenspreisverleihung am Sonntag

          Erwartet werden zwischen Mittwoch und Sonntag rund 300.000 Besucher, darunter mehr als die Hälfte Fachbesucher. Nur am Wochenende ist die Messe, die in diesem Jahr übrigens zum ersten Mal rauchfrei ist, für das breite Publikum geöffnet. Auf dem Programm stehen mehr als 2.500 Veranstaltungen mit Schriftstellern wie Umberto Eco oder Günter Grass, mit Politikern wie Frank-Walter Steinmeier oder Joschka Fischer und Prominenz aus Funk und Film wie Dieter Hildebrandt, Wolf Biermann, Katharina Thalbach oder Armin Müller-Stahl.

          Höhepunkt der Buchmesse ist die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels am 14. Oktober in der Frankfurter Paulskirche. Die Auszeichnung erhält in diesem Jahr der Historiker Saul Friedländer; die Laudatio hält der Germanist Wolfgang Frühwald. Der Friedenspreis wird seit 1950 vergeben und ist mit 25.000 Euro dotiert.

          Bereits am Vorabend der Buchmesse, am Montagabend, wurde der Deutsche Buchpreis für den besten Roman im Jahr 2007 verliehen. Ihn erhielt Julia Franck für ihr Werk „Die Mittagsfrau“ (Deutscher Buchpreis 2007 für Julia Franck).

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