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Paulus und Eisenbahn-Reiner : Der Mönch und der Bettler

Er will doch nur sein Spielzeug zeigen: Der Obdachlose Reiner Schaad mit seiner Menagerie in der Fußgängerzone der Mainmetropole Bild: Michael Braunschädel

Seit Jahren setzt sich der Frankfurter Franziskaner Paulus Terwitte gegen Bettelei ein. Dabei gehört er selbst einem Bettelorden an. Wie passt das zusammen?

          5 Min.

          Eisenbahn-Reiner ist das Sozialamt der Frankfurter Obdachlosenszene. Er kümmert sich. Und wie bei einem richtigem Amt gelten bei ihm aber Bedarfsgrenzen – maximal fünf Kippen am Tag bekommen Be­dürftige von Reiner Schaad, den viele in der Stadt nur Eisenbahn-Reiner nennen.

          Theresa Weiß
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Seit 18 Jahren sitzt Schaad hinter seiner Spielzeugsammlung, einer wilden Mi­schung aus kleinen Autos, Figürchen, Blumen und Bildern, akkurat ausgelegt, davor ein Schild: „Kein Verkauf. Danke“. Im Zentrum tuckern zwei Modelleisenbahnen. Kinder halten und sehen sich das Spielzeug an. In der Spendenbüchse klim­­pert es hin und wieder. Etwa 40 Euro am Tag kommen so zusammen, wie Schaad sagt, mal mehr, mal weniger. Aber meist reicht es eben, um auch den anderen mal eine Zigarette auszugeben.

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