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Seit Jahren: Reiner Schaad, auch Eisenbahn-Reiner genannt, präsentiert eine Spielzeugsammlung – darunter die namengebende Modelleisenbahn (Archivbild). Bild: dpa

„Eisenbahn-Reiner“ : Bruder Paulus Terwitte findet Ausnahme „ungerecht“

Die Sondererlaubnis für Eisenbahn-Reiner durch die Stadt Frankfurt ärgert Bruder Paulus. Er macht einen Vorschlag, wie der Konflikt gelöst werden könnte.

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          Pater Paulus Terwitte, Leiter des Kapuzinerklosters Liebfrauen in der Innenstadt, ist überzeugt, dass die Stadt dem Obdachlosen Reiner Schaad, auch bekannt als Eisenbahn-Reiner, eine Sonderbehandlung gewährt. Und dies ist, wie Terwitte am Freitag mitteilte, „ungerecht“ gegenüber anderen obdachlosen Menschen sowie den Anwohnern und Geschäftsleuten. Um den Konflikt zu lösen, schlägt er vor, die Stadt solle eine wechselnde öffentliche Fläche als Ort ausweisen, den „bedürftige Menschen tagsüber kostenlos nutzen dürfen, um ihre Kunst darzustellen oder anzubieten und dabei Spendengeld einzunehmen“.

          Mechthild Harting
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Ginge es nach Terwitte, müsste diese Fläche in den Abend- und Nachtstunden „vollständig geräumt“ werden. Wer sie nutzen wolle, müsse dies beim Veranstaltungsmanagement der Stadt beantragen. „Auf diese Weise“, führt der Pater weiter aus, „kommen mehrere Bedürftige zu der Möglichkeit, auf dieser Fläche wöchentlich zirka 500 bis 1000 Euro einzunehmen“. Der Betrag, so ergänzt er, sei geschätzt. Er errechne sich daraus, dass zirka 170.000 Passanten an einer solchen Fläche vorbeikämen und jeder Tausendste einen Euro gebe.

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