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Carsten Knop

Rettung von Vereinen : Breitensport trotz und wegen Corona

  • -Aktualisiert am

Um den Breitensport geht es: Auch Tanzgruppen wie diese von der SG Nied (Bild vom Mainuferfest 2009) könnte von der Eintracht profitieren. Bild: Michael Kretzer

Eintracht Frankfurt geht mit gutem Beispiel voran: Der Mutterverein des Fußballprofiklubs rettet das Sportangebot im Stadtteil Nied. Der Breitensport ist wegen Corona stark gefährdet.

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          Die Sportgemeinde Eintracht Frankfurt wächst nach Westen. Für den Stadtteil Nied ist es eine gute Nachricht, dass die angeschlagene SG Nied mit ihrer Sporthalle und dem angrenzenden Sportfeld entlang der Nidda unter ein im Wortsinn stabiles Dach schlüpft. Denn auch das Dach der Sporthalle war nur eine der vielen Belastungen, die den Verein an seine wirtschaftlichen Grenzen gebracht haben. Wichtig ist der Verein, gerade in der Struktur eines Stadtteils, der nicht zu denen zählt, auf denen der Fokus der Stadtpolitik liegt.

          Man könnte sich zwischen Nieder Kirchweg und Oeserstraße nicht zu Unrecht als ein wenig vergessen vorkommen. Da verleiht schon der Name Eintracht neuen Glanz – und dem Gebilde ist zu wünschen, dass möglichst viele Mitglieder das neue Angebot attraktiv finden, die Eintracht aber auch alles tut, um aus ihrem neuen Standbein im Westen das Beste zu machen.

          Sport aufzugeben wäre ein Fehler

          Allerdings geschieht der Zusammenschluss in einer Zeit, die für Sportvereine herausfordernder kaum sein könnte. Eigentlich sind 2,1 Millionen Hessen Mitglied in einem Sportverein. Oder waren sie es, weil einige von ihnen wegen der durch Corona fehlenden Angebote ausgetreten und andere nicht eingetreten sind? Das wird gerade ermittelt, aber der für den Sport zuständige Innenminister hat schon dazu aufgerufen, Mitglied in einem solchen Verein zu sein und zu bleiben. Er wird Gründe dafür haben: Jedenfalls war der Landessportbund-Präsident an seiner Seite, als er zum Jahreswechsel darum bat, von Kündigungen abzusehen.

          Seither ist die Lage nicht besser geworden, im Gegenteil wurde der Lockdown gerade erst verlängert. Schwimmer sitzen auf dem Trockenen, für alle anderen Sportler trifft dies im übertragenen Sinne zu. Wer nun hadert, sollte aber auch noch die nächsten Wochen durchhalten. Denn das Engagement in den Vereinen ist nach wie vor riesig, um das Beste aus der Situation zu machen. Viele haben ein Online-Angebot erstellt, bieten Live-Training an, nutzen dafür die diversen Videokonferenz-Plattformen; auf Youtube werden Trainings-Videos zum jederzeitigen Abruf hochgeladen.

          Jetzt Sport aufzugeben wäre ohnehin ein Fehler. Lange war der entsprechende Ausgleich nicht so wichtig. Und wahr ist ja auch, dass von Übergewicht oder Herz-Kreislauf-Probleme kaum noch die Rede ist in Corona-Zeiten – verschwunden sind diese Herausforderungen aber nicht. Auf zum Sport, ob bei der Eintracht in Nied oder in jedem anderen Sportverein im Rhein-Main-Gebiet.

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