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Frankfurt : Bombenentschärfung in der Nacht auf Samstag

  • Aktualisiert am

Das Stadtzentrum von Frankfurt ist nicht betroffen von dem Bombenfund. Bild: Wiesinger, Ricardo

Der dritte Bomben-Einsatz in einer Woche: Nach dem Fund einer 250 Kilogramm schweren Bombe soll der Sprengkörper in der Nacht zu Samstag unschädlich gemacht werden. 500 Menschen müssen evakuiert werden.

          Schon wieder ein Bombenfund in Frankfurt: Im Osthafen ist am Freitag auf einem Bauschuttlager eine 250 Kilogramm schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Nach Angaben eines Sprechers soll der Sprengkörper in der Nacht zu Samstag voraussichtlich um Mitternacht entschärft werden. Der Kampfmittelräumdienst habe einen vorläufigen Evakuierungsradius im Umkreis von 700 Metern angeordnet. Nach Angaben der Stadt befindet sich die Bombe in der Franziusstraße im Frankfurter Osthafen. „Der Fundort ist in einem Industriegebiet“, sagte der Sprecher. Einer Twitter-Mitteilung der Feuerwehr zufolge befinden sich auch Hotels in der zu räumenden Zone. Die Karte des Evakuierungsgebiet umfasst zudem einen Autobahnabschnitt bei Frankfurt Ost.

          Etwa 500 Menschen sind nach Angaben der Feuerwehr von der Evakuierung betroffen. Für sie stehen Betreuungsstellen bereit. Busse des örtlichen Verkehrsbetriebs VGF sollten von 19.00 Uhr an zwischen dem Evakuierungsbereich und den Betreuungsstellen fahren. Im benachbarten Offenbach waren nach Angaben eines Stadtsprechers Teile des Gewerbegebiets Offenbach-Kaiserlei von der geplanten Evakuierung betroffen.

          Für Feuerwehr und Kampfmittelräumdienst ist es bereits der dritte Einsatz innerhalb einer Woche: Am Dienstag war bei Bauarbeiten im Nordosten der Stadt eine 50 Kilogramm schwere Bombe gefunden worden. Rund 1400 Anwohner mussten ihre Wohnungen zwei Nächte hintereinander verlassen, da die Entschärfung nicht gleich im ersten Anlauf gelang.

          Erst im Februar war im Frankfurter Stadtteil Gallus ebenfalls eine 50 Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Damals mussten 9000 Anwohner ihre Wohnungen verlassen. Auch die Hallen des Frankfurter Messegeländes waren teilweise betroffen.

          Im vergangenen September wurde nach dem Fund einer tonnenschweren Bombe nahe des Uni-Campus die bisher größte Evakuierung der Nachkriegszeit in Deutschland angeordnet. Mehr als 60.000 Frankfurter mussten vorübergehend aus ihren Wohnungen. Auch mehrere Kliniken und Altenheime mussten geräumt werden, darunter die größte Entbindungsklinik der Stadt.

          Die Stadt Frankfurt hat ein Bürgertelefon eingerichtet: 069/212-111

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