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Blutbad in Schnellrestaurant : Mann droht dauerhafte Einweisung in die Psychiatrie

  • Aktualisiert am

Vor dem Landgericht in Frankfurt wird gegen einen 48-Jährigen wegen zweifachen Mordversuchs verhandelt. Bild: Jana Mai

Der Prozess in Frankfurt begann mit einem Geständnis. Der beschuldigte Mann sagte aus, dass er sich vor einem „schwarzen Magier“, der ihn verfolge, in Sicherheit bringen wollte.

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          Ein Mann, der in einem Schnellrestaurant im Frankfurter Hauptbahnhof ein Blutbad angerichtet hat, soll dauerhaft in die Psychiatrie eingewiesen werden. Am ersten Verhandlungstag begründete die Staatsanwaltschaft vor dem Landgericht Frankfurt einen entsprechenden Antrag mit der Allgemeingefährlichkeit des laut Gutachten schizophrenen früheren Berufsmusikers.

          Der 48 Jahre alte Bulgare hatte am 28. Dezember 2017 zunächst einen Mitarbeiter des Restaurants ohne Vorwarnung mit dem Messer angegriffen. Kurze Zeit später griff er einen 75 Jahre alten Rentner an, der von hinten 95 Messerstiche erhielt und mehr als zehn Stunden an seinen lebensgefährlichen Verletzungen operiert werden musste.

          Rechtlich wertete die Staatsanwaltschaft die Taten als zweifachen Mordversuch. Der Beschuldigte räumte die Taten ein. Es sei ihm darum gegangen, in Haft zu kommen, um vor dem „schwarzen Magier“ in Sicherheit zu sein, der ihn verfolge. Ein „Teufel“ habe ihm die Taten befohlen. Der Rentner schilderte im Zeugenstand, wie er - nach einer längeren Busfahrt nach Frankfurt - eigentlich nur einen Kaffee habe trinken wollen. Plötzlich habe er nichts mehr mitbekommen und sei erst zehn Stunden später in der Klinik wieder wach geworden.

          Nach der Tat wurde der frühere Konzertmeister eines Kurorchesters bereits vorläufig in der Psychiatrie untergebracht. Mit einer abschließenden Entscheidung der Schwurgerichtskammer wird Ende Oktober gerechnet.

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