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Nach Entscheidung des Vatikans : Viel Unterstützung für Bischof Bätzing

Im Zeichen des Regenbogens:„Liebe ist keine Sünde“ – das Bistum Limburg verdeutlicht seine Haltung auch bei Facebook. Bild: Screenshot bistumlimburg/Facebook

Der Streit um die Segnung gleichgeschlechtlicher Beziehungen in der Kirche reißt nicht ab. Der Limburger Bischof Georg Bätzing stellt sich auf die Seite der Kritiker Roms – und bekommt Zustimmung.

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          Nach dem Segnungsverbot gleichgeschlechtlicher Paare, das der Vatikan in einem Schreiben Mitte März bekräftigt hat, reichen die Reaktionen Gläubiger und Kirchenvertreter in der Region von vorsichtiger Abwägung bis zu blankem Entsetzen. In dem Papier der Glaubenskongregation wird die Segnung mit dem Argument abgelehnt, solche Beziehungen stünden nicht „im Dienst der Pläne Gottes“. Es gebe „keinerlei Fundament dafür, zwischen den homosexuellen Lebensgemeinschaften und dem Plan Gottes über Ehe und Familie Analogien herzustellen“.

          Martin Benninghoff
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Das Papier sorgt weiterhin für Aufruhr, erst recht, nachdem sich der Limburger Bischof Georg Bätzing, der Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz ist, auf die Seite der Kritiker Roms bei diesem Thema gestellt hat. Ein Dokument, das sich in seiner Argumentation „so eklatant einem Erkenntnisfortschritt theologischer und humanwissenschaftlicher Art“ verschließe, werde dazu führen, dass „die pastorale Praxis darüber hinweggehen wird“, sagte er in einem Interview des Bistums. Der Frankfurter Stadtdekan Johannes zu Eltz unterstützt ihn: Es könne nicht sein, dass der Vatikan hier „Deutungshoheit reklamiert, ohne wichtige Argumente abzuwägen“. Er sei beeindruckt von Bätzings Aussagen und „froh, dass wir einen solchen Bischof haben“.

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