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Bienenzucht vor 3500 Jahren : Archäologen finden Afrikas ältesten Honigtopf

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Gehörte vielleicht einem Imker: Keramikgefäß aus der nigerianischen Nok-Kultur Bild: Peter Breunig

Seit Tausenden von Jahren nutzen Menschen Honig. Aus Afrika fehlten aber bisher eindeutige archäologische Beweise. Dank Forschern aus Frankfurt und Bristol hat sich das jetzt geändert.

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          Den bisher ältesten direkten Beweis für die Nutzung von Honig in Afrika haben Archäologen der Goethe-Universität gefunden. Das Team um Peter Breunig untersuchte zusammen mit Chemikern der Universität Bristol 3500 Jahre alte Keramikgefäße aus Nigeria. Sie stammen aus der Nok-Kultur, die vor allem für ihre bis zu lebensgroßen Terrakotta-Skulpturen bekannt ist. Wie sich ihre Schöpfer ernährten, war bisher unklar, denn im Nok-Gebiet ist der Boden so sauer, dass sich Lebensmittelreste darin rasch zersetzen.

          Um die Frage zu klären, begannen die Forscher, molekulare Rückstände an Keramikgefäßen zu analysieren. Dabei fanden sie außer Hinweisen auf den Verzehr von Wildtierfleisch auch Spuren von Bienenwachs. Welche Bienenprodukte die Nok-Menschen nutzten, ist daraus nicht zu erkennen. Wahrscheinlich lösten sie den Honig in den Töpfen durch Erhitzen aus den wachshaltigen Waben. Denkbar ist auch, dass die Tontöpfe als Bienenstöcke dienten.

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