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Fehlverhalten scharf gerügt : Beuth mahnt neue Fehlerkultur in der Polizei an

Sieht Fehlerkultur der Polizei in Schieflage: der hessische Innenminister Peter Beuth Bild: dpa

Hessens Innenminister Beuth hat die gesamte Führungsriege der hessischen Polizei zu einer Krisensitzung einbestellt. Es geht um Verletzungen eines fixierten Flüchtlings – und um eine neue Fehlerkultur.

          3 Min.

          Nach dem Vorfall mit einem gefesselten Flüchtling in Kassel, der im Beisein von zwei Polizisten von einem Sanitäter geschlagen und erheblich verletzt worden ist, hat der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) am Dienstagvormittag scharfe Kritik am Verhalten einzelner Polizeibeamter geäußert. Zu einer kurzfristig anberaumten Krisensitzung rief er sämtliche Polizeipräsidenten aus Hessen und ihre Stellvertreter sowie Direktionsleiter und Einsatzleiter zusammen. Die Sitzung fand als Präsenzveranstaltung in der Mudras-Kaserne in Wiesbaden statt. Auf Anfrage hatte das Ministerium bereits am Montagabend mitgeteilt, es sei dafür gesorgt, dass Hygienevorschriften eingehalten würden.

          Katharina Iskandar
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          In einem Schreiben, das der Minister anschließend an alle Polizisten in Hessen verschickte, heißt es, es sei „nicht einfach, Polizistin oder Polizist zu sein. Wer täglich dafür arbeitet, dass Konflikte gelöst, Gefahren abgewehrt und Straftaten verhindert oder aufgeklärt werden, kommt zwangsläufig in schwierige, teils auch in unmögliche Situationen“, auf die auch die beste Aus- und Fortbildung der Welt nicht vorbereiten könne. Es sei deshalb „nur allzu menschlich“, dass man sich auch von Emotionen leiten lasse.

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