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Leser und Redaktion testen : Das ist die beste Pizza Frankfurts

Bild: F.A.Z.

Mehr als 4500 Leser haben für ihre Lieblingspizza gestimmt. Jetzt hat die Redaktion die drei Top-Pizzerien in Frankfurt auf Mozzarella und Tomate getestet – und den Sieger gekürt.

          6 Min.

          Für die meisten gastronomischen Betriebe war der Lockdown eine Belastung, den Pizzerien aber hat er einen Boom beschert – Grund genug für die Rhein-Main-Zeitung, auf die Suche nach der besten Pizza Frankfurts zu gehen und dabei auch auf das Urteil der Leser zurückzugreifen. Zum Auftakt unseres großen Pizza-Tests konnten zunächst die Redakteure ihre Frankfurter Lieblingspizzeria vorstellen, dann waren die Leser an der Reihe: Innerhalb weniger Tage erreichten uns Hunderte E-Mails, oft mit einer Formulierung wie „Die beste Pizza in Frankfurt gibt es natürlich ...“. In einem dritten Schritt haben wir dann eine Liste der am besten bewerteten Lokale zur Wahl gestellt.

          Peter Badenhop
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
          Marco Dettweiler
          Redakteur in der Wirtschaft.
          Jacqueline Vogt
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Und nachdem mehr als 4500 Leser für ihre Lieblinge gestimmt haben, ist nun die Genuss-Fraktion der Redaktion losgezogen und hat die drei Top-Pizzerien noch einmal getestet, auf Mozzarella und Tomate, Salami und Schinken, Margherita und Spinaci. Beim Leserfavoriten „Da Cimino“, einem Studentenklassiker in Bockenheim mit jahrzehntelanger Tradition, sowie im „Giulio“ und im „Charly Braun“ (auch in der Schreibweise „Charly Brown“ bekannt) wurden unangekündigt Pizza-Klassiker bestellt, coronakonform auf Abstand und authentisch aus der Pizzaschachtel in nahe gelegenen Parks verspeist und gemeinsam bewertet.

          Wahrscheinlich gibt es in der Stadt noch Dutzende weitere Pizzerien, die in dem Wettbewerb eine Chance verdient gehabt hätten, zumal die Kür natürlich auch von subjektiven Eindrücken, Zufall, Tagesform und vielleicht auch dem mehr oder weniger gut organisierten Werben um Stimmen der eigenen Kundschaft beeinflusst war. Für uns aber steht der Sieger nun fest. Aber lesen Sie selbst. Und schauen Sie unter www.faz.net/pizzatest im Video beim Testen zu.

          „Da Cimino“: Der Geschmack der Achtziger

          Diese Pizzeria an der Adalbertstraße in Bockenheim ist wie Tausende im Land: klein und unscheinbar, über dem Eingang ein Leuchtschild, an den Fenstern großflächige Cola-Reklame, innen ein Tresen, Stapel von Pizzakartons und ein Holzofen, der im Dauerbetrieb läuft. Auf der Karte steht eine Auswahl von mehr als 30 Pizzen und noch viel mehr Pastagerichten. Wer hier seine Pizza holt, der will keinen Firlefanz, nichts Ausgefallenes, keine Spielereien. Hier erwarten die Gäste einfaches, klassisches Pizza-Handwerk, keine Gourmet-küche. Und das bekommen sie auch – seit Jahrzehnten praktisch unverändert und mit nur wenigen Zugeständnissen an den Zeitgeist.

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          Das beste Beispiel ist die Nummer 9. Mit ihrer bunten Mischung aus Salami, Champignons, Paprika, Peperoni, Oliven, Sardellen und Zwiebeln auf der üblichen Tomaten-Käse-Grundlage ist diese Pizza im Grunde eine Hommage an die Achtziger: Die dünnen Paprikastreifen sind nicht frisch, sondern süßsauer aus dem Glas und sorgen zusammen mit den Zwiebeln, der Salami, den schwarzen Oliven und den eingelegten grünen Peperoni, die jeder vom Griechen und aus der Antipasti-Theke im Supermarkt kennt, für ein rustikal-würziges Geschmacksbild, das nicht viele Nuancen zulässt, sondern ein intensives Ganzes bildet. Allein die Champignons sind eine Art Konzession an aktuellere kulinarische Vorlieben: Sie stammen nicht wie einst aus dem Glas, sondern sind frisch gehobelt – bleiben angesichts der anderen Deftigkeiten allerdings unter der Wahrnehmungsschwelle.

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