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Hohe Infektionszahlen : Hybridunterricht an Frankfurts Berufsschulen

Für Berufsschüler gelten verschärfte Corona-Bedingungen. Bild: dpa

Weil die Infektionszahlen unter Schülern Beruflicher Schulen in Frankfurt auffällig hoch sind, sollen dort schon bald strengere Regeln gelten. Alle anderen Schulformen bleiben beim Präsenzunterricht.

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          Schüler beruflicher Schulen in Frankfurt sollen von Dienstag an nur noch im Wechselmodell unterrichtet werden. Das hat Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Die Grünen) nach der Sitzung des Verwaltungsstabs bestätigt. Alle anderen Schulformen, auch die beruflichen Gymnasien der Fachoberschulen, bleiben beim Präsenzunterricht. Schülervertreter hatten zuvor auch für allgemeinbildende Schulen den Hybridunterricht gefordert; andernfalls wollen die streiken, wie sie angekündigt haben.

          Marie Lisa Kehler

          Stellvertretende Ressortleiterin des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) war nach Rücksprache mit Schulleitern der beruflichen Schulen mit diesem Vorschlag an den Verwaltungsstab herangetreten, da ihren Angaben zufolge 30 Prozent der Corona-Neuinfektionen unter Schülern auf Berufsschüler zurückzuführen sind. Laut Majer gibt es eine „klare Veranlassung in diesem Bereich, diesen Schritt zu gehen.“

          Lage in zwei Wochen neu bewerten

          Der Gesundheitsdezernent schließt nicht aus, dass die Regelung auch auf andere Schulformen übertragen werden kann, sollten sich die Situation weiter zuspitzen oder es zu größeren Corona-Ausbrüchen an einzelnen Schulen kommen. Bei der Sitzung des Verwaltungsstabs habe man sich außerdem darauf geeinigt, die bisher geltende Allgemeinverfügung, in der die Corona-Maßnahmen für Frankfurt festgeschrieben sind, vorerst zu verlängern.

          In zwei Wochen soll die Situation neu bewertet werden. Dann könne auch eine Beschluss getroffen werden, ob am Silvesterabend ein Feuerwerksverbot gelten soll. Der zweiwöchige Entscheidungsrhythmus habe sich bewährt, sagt Majer. „Wenn man für einen zu großen Zeitraum entscheidet, ist die Gefahr zu groß, dass die Angemessenheit angezweifelt wird.“

          Für die Stadt stehen laut Robert-Koch-Institut über Nacht 222 neue Corona-Fälle zu Buche. Die Sieben-Tage-Inzidenz beläuft sich auf 212,5. Der Landes-Durchschnitt beträgt 158.

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