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Awo Frankfurt : Dokument der Maßlosigkeit

In Schieflage: Hauptsitz der Awo Frankfurt an der Henschelstraße Bild: dpa

Der Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt fasst in seinem Zwischenbericht nüchtern zusammen, was die Sonderprüfung des Kreisverbands Frankfurt ergeben hat. Die beschriebenen Zustände grenzen ans Absurde.

          6 Min.

          An einigen Stellen des Zwischenberichts zur Sonderprüfung des Bundesverbands der Arbeiterwohlfahrt (Awo) ist den Autoren des eher im nüchternen Tonfall verfassten Dokuments die Fassungslosigkeit angesichts dessen, was im Frankfurter Kreisverband demnach gang und gäbe war, dann doch anzumerken. So zum Beispiel auf der neunten von insgesamt 22 Seiten. Zwei Seiten vorher kommen die Autoren auf Panagiotis Triantafillidis zu sprechen, der im Dezember 2017 vom früheren Geschäftsführer Jürgen Richter zum stellvertretenden Geschäftsführer gemacht wurde.

          Martin Ochmann

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Seine Leistungen rechnete Triantafillidis demnach bis August 2019 auf Honorarbasis ab – was nur eine von vielen Petitessen ist, die der Bericht als nicht rechtmäßig oder als einen Verstoß gegen den Governance-Kodex einstuft. Weiter hält der Bericht fest, dass Triantafillidis von Januar 2016 bis zum 31. Juli 2019 vom Kreisverband Honorare in Höhe von fast 1,2 Millionen Euro erhielt. Sicherheitshalber haben die Autoren des Berichts hinter diese Zahl ein Ausrufezeichen gesetzt – damit Gegenleser sie nicht für einen Fehler halten.

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