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F.A.Z. exklusiv : Awo Frankfurt verlangt Schadenersatz von früherem Chef

Verklagt auf Schadenersatz: Jürgen Richter, ehemaliger Geschäftsführer der Frankfurter Awo Bild: Björn Knetter

Die Frankfurter Arbeiterwohlfahrt will Geld von ihrem ehemaligen Geschäftsführer Richter. Nach Informationen der F.A.Z. handelt es sich um eine höhere sechsstellige Summe.

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          Der Frankfurter Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt hat den ehemaligen Geschäftsführer Jürgen Richter auf Schadenersatz verklagt. Entsprechende Informationen der F.A.Z. bestätigte der Vorstandsvorsitzende Steffen Krollmann auf Anfrage. Zur Höhe des Schadenersatzes wollte Krollmann sich nicht äußern. Nach Informationen der F.A.Z. handelt es sich um eine höhere sechsstellige Summe.

          Martin Ochmann

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Bei der Schadenersatzklage geht es laut Krollmann um eine Abfindung, die an den früheren stellvertretenden Geschäftsführer des Kreisverbands gezahlt wurde. Sie beläuft sich nach Informationen dieser Zeitung auf rund 500.000 Euro. Mit diesem stellvertretendem Geschäftsführer des Frankfurter Awo-Kreisverbands sowie der stellvertretenden Geschäftsführerin der Johanna-Kirchner-Stiftung war das Ehepaar Hannelore und Jürgen Richter 2016 in Streit geraten, bei der Trennung wurden hoch dotierte Abfindungsverträge vereinbart.

          Verdacht auf Betrug und Untreue

          In der anonymen Anzeige, die den Awo-Skandal ins Rollen brachte und wegen der die Frankfurter Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Betrug und Untreue unter anderem gegen das Ehepaar Richter ermittelt, wird der Vorwurf erhoben, dass diese Abfindungssummen, rund 1,3 Millionen Euro, gezahlt wurden, um die betroffenen Personen zum Schweigen zu bringen.

          Laut Krollmann betrifft die Schadenersatzklage nur die Abfindung, die an den ehemaligen stellvertretenden Geschäftsführer gezahlt wurde. Die zweite Abfindung falle unter eine Vermögensschadenhaftpflicht. Der Schaden, der unter der Führung von Jürgen Richter von 2011 bis 2020 entstanden sein soll, beläuft sich nach Berechnungen des Kreisverbands auf rund 6,3 Millionen Euro.

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