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Zu viel gezahlte Kosten : Stadt Frankfurt fordert Geld von Awo

Rückfluss: Die AWO Frankfurt soll der Stadt zu viel gezahlte Personalkosten erstatten Bild: dpa

Die Stadt Frankfurt will von der in eine Finanzaffäre verstrickte Arbeiterwohlfahrt Geld zurück. Der in Rede stehende Betrag ist beträchtlich.

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          Das Frankfurter Sozialdezernat hat beim Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Rückforderungen wegen zu viel gezahlter Personalkosten geltend gemacht. Das bestätigte die Sprecherin von Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) auf Anfrage. Zur Höhe der Forderungen wollte sie sich nicht äußern. Nach Informationen der F.A.Z. handelt es sich um einen sechsstelligen Betrag.

          Martin Ochmann
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Arbeiterwohlfahrt betrieb in Frankfurt bis Ende 2018 zwei Flüchtlingsunterkünfte. Als Unregelmäßigkeiten bei Abrechnungen auffielen, beendete die Stadt die Zusammenarbeit. Wegen dieser und weiterer Vorgänge ermittelt inzwischen die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Betrug und Untreue. Die Awo hatte der Stadt 2018 nur anonymisierte Personallisten vorgelegt.

          Mit Verweis auf die Transparenzoffensive hatte die Stabstelle Flüchtlingsmanagement diese Listen abermals angefordert. Dieser Forderung kam die Awo mittlerweile nach. Es stellte sich heraus, dass sie von den zunächst vorgelegten Listen abwichen und weniger Mitarbeiter im Einsatz waren. Diese zu viel gezahlten Personalkosten fordert die Stadt nun zurück.

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