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AWO-Skandal : Jürgen Richter rechtskräftig gekündigt

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Fand einen Wagen von Jaguar wohl standesgemäß: Jürgen Richter Bild: Björn Knetter

Ein wichtiger Schritt in der Aufarbeitung des AWO-Skandals: Wie die Arbeiterwohlfahrt Frankfurt selbst mitgeteilt hat, ist die fristlose Kündigung des früheren Vorsitzenden Jürgen Richter rechtskräftig.

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          Die fristlose Kündigung von Jürgen Richter, dem früheren Chef der Frankfurter Arbeiterwohlfahrt (AWO), ist rechtskräftig. Wie die AWO mitteilt, ist dies ein wichtiger Schritt in der Aufarbeitung des Skandals um die ehemalige Führungsriege des Verbands. Richter hatte sich und einem engen Zirkel an der Spitze der AWO über Jahre hinweg üppige Gehälter und teure Dienstwagen genehmigt. Nachdem der Skandal öffentlich geworden war, kündigte die AWO Richter fristlos. Richter hatte daraufhin in mehreren Instanzen versucht, dagegen vorzugehen.

          Vor dem Bundesarbeitsgericht scheiterte er nun endgültig mit einer Nichtzulassungsbeschwerde. Schon das Landesarbeitsgericht hatte die Kündigung bestätigt; die massiven Verstöße Richters gegen seine vertraglichen Pflichten reichten demnach aus, um ihm fristlos und ohne Abfindung zu kündigen. Mit der Entscheidung sind auch alle Ansprüche Richters aus einem laut neuer AWO-Führung „finanziell völlig überzogenen Aufhebungsvertrag“ gescheitert, dessen Inhalte er selbst noch wesentlich beeinflusst hatte.

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