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Grünen-Kritik an Feldmann : „Die Zeit des Weglächelns ist vorbei“

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Oberbürgermeister Peter Feldmann (2.v.r.) am Donnerstag im Frankfurter Römer. Bild: Helmut Fricke

Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann schweigt weiter zu den Vorwürfen rund um eine überhöhte Entlohnung seiner Frau durch die Arbeiterwohlfahrt. Einem der beiden Koalitionspartner des SPD-Politikers im Römer reicht es nun.

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          Die Grünen in der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung haben Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) aufgefordert, sich zu Berichten über eine überhöhte Entlohnung seiner Frau durch die Arbeiterwohlfahrt (Awo) nicht länger in Schweigen zu hüllen. „Die Zeit des Abtauchens und Weglächelns ist vorbei“, hieß es am Samstag in einer Mitteilung der Grünen im Römer, die mit CDU und SPD in einer Koalition verbunden sind. Feldmanns Frau Zübeyde Feldmann soll als Leiterin einer Awo-Kindertagesstätte ein wesentlich höheres Gehalt erhalten haben als auf vergleichbaren Posten üblich.

          Mit seiner hartnäckigen Weigerung, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen, beschädige Feldmann das Ansehen seines Amtes, der Stadtregierung und der gesamten Stadt Frankfurt, kritisieren die Grünen. Insbesondere sei zu klären, ob Feldmann von einem „Sondervertrag“ für seine Frau gewusst habe und ob er auf dessen Gestaltung Einfluss genommen habe. Die Zusammenarbeit der Stadt mit der Awo müsse intensiv überprüft werden.

          Aber auch die Awo selbst muss aus Sicht der Grünen einen aktiveren Beitrag zur Aufklärung leisten. Der knappe Hinweis auf die besonderen Herausforderungen Zübeyde Feldmanns bei der Leitung einer bilingualen Kindertagesstätte sei ungenügend und werde von Beschäftigten anderer solcher Einrichtungen, die geringer entlohnt würden, als „Schlag ins Gesicht“ empfunden.

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