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Peter Feldmann und die Awo : Das Schweigen des Oberbürgermeisters

Peter Feldmann bei einem Besuch im Awo-Jugendhaus im Frankfurter Gallusviertel im Jahr 2014. Bild: Alex Kraus/laif

Weil die Arbeiterwohlfahrt seine Ehefrau zu ungewöhnlich guten Konditionen beschäftigt haben soll, steht Peter Feldmann stark unter Druck. Die Awo rechtfertigt derweil die hohe Bezahlung der Frau des Frankfurter Oberbürgermeisters – und hat noch in einem anderen Fall Probleme.

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          Die Frankfurter Arbeiterwohlfahrt hat sich gegen Vorwürfe verteidigt, die Ehefrau von Oberbürgermeister Peter Feldmann zu ungewöhnlich guten Konditionen beschäftigt zu haben. Nach Darstellung des Awo-Kreisverbandes handelt es sich bei der von Zübeyde Feldmann geleiteten Kindertagesstätte um ein „Leuchtturmprojekt mit Modellcharakter“. Die 2015 im Frankfurter Ostend eröffnete Einrichtung sei die erste deutsch-türkische Kita in Hessen gewesen. Die Leitung eines solchen Projekts sei „mit zusätzlichem Aufwand verbunden“, teilte die Awo am Mittwoch mit. Alle Aspekte des Arbeitsverhältnisses seien rechts- und tarifkonform sowie sachlich begründet.

          Matthias Trautsch

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Martin Ochmann

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Mechthild Harting

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Bernd Günther

          Freier Autor in der Rhein-Main-Zeitung.

          Der Hessische Rundfunk hatte in dieser Woche berichtet, dass Zübeyde Feldmann monatlich rund 4500 Euro und somit etwa 1000 Euro mehr Gehalt als Mitarbeiter in vergleichbarer Position erhalten habe. Die Ehefrau Feldmanns sei schon nach zwei Jahren innerhalb der Tarifgruppe SuE 13 so eingruppiert worden, wie es sonst erst nach 17 Jahren üblich sei. Außerdem habe sie – für Kita-Leitungen unüblich – einen Dienstwagen bekommen, dessen Nutzung einem geldwerten Vorteil von rund 400 Euro monatlich entspreche.

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