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Zerstörte Synagogen : Mit VR-Brille in die Vergangenheit

Blick in die neue Dauerausstellung: Im Bunker in der Friedberger Anlage in Frankfurt werden zerstörte Synagogen mittels 3D-Technik wieder erlebbar. Bild: Frank Röth

Von den Nazis zerstörte Synagogen werden dank 3-D-Animationen wieder erlebbar. Eine neue Dauerausstellung in Frankfurt zeigt die beeindruckenden Rekonstruktionen noch bis zur Winterpause Ende November.

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          An der weiß gestrichenen Wand des Bunkers leben sie wieder auf. Videoprojektionen zeigen Bilder von Synagogen. Das prächtige, farbenfrohe Gotteshaus in der Kölner Glockengasse, das nach Plänen des Dombaumeisters Ernst Friedrich Zwirner entstand, ist darunter, die Frankfurter Hauptsynagoge in der Börnegasse, ein Zentrum des liberalen Judentums, oder das moderne Gotteshaus in Plauen, 1930 eröffnet, ein Bauwerk ganz im Stil der Neuen Sachlichkeit.

          Alexander Jürgs
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Eines eint all diese Bauten, deren Erscheinungsbild sich oft stark unterscheidet: Sie wurden zerstört. Mehr als 10.400 jüdische Gotteshäuser waren es, die während der Novemberpogrome im Jahr 1938 überall im Land vernichtet wurden. 25 von ihnen kann man nun wiederentdecken – als virtuelle Rekonstruktionen, die am Computer entstanden sind. Gezeigt werden sie in einer Ausstellung, die von Sonntag an dauerhaft im Hochbunker in der Friedberger Anlage zu sehen sein wird.

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