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Seltenes Manöver : Aufregung um Parallel-Start am Frankfurter Flughafen

Start: Während ein Jumbo abhebt, sind andere Flugzeuge in der Regel nicht in der Nähe - in einem Ausnahmefall war das nun anders Bild: dpa

Ein seltenes Manöver auf der Süd- und der Centerbahn des Frankfurter Flughafens sorgt für Aufsehen. Die Flugzeuge seien sich „gefährlich nahe“ gekommen, heißt es. Die Flugsicherung klärt aber auf.

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          Der gleichzeitige Start zweier Flugzeuge am 28. Februar auf den beiden Parallelbahnen des Flughafens hat für einige Aufregung gesorgt – nicht nur unter Flughafenkritikern. Auch auf der von Piloten und anderen Branchen-Insidern oft genutzten Internetseite „Aviation Herald“ ist von einem „Zwischenfall“ die Rede, in den ein Frachtflugzeug der Air Bridge Cargo vom Typ Boeing 747-400 und eine Boeing 787-900 der Vietnam Airlines involviert gewesen seien. Andernorts im Internet war die Rede davon, die beiden Flugzeuge seien sich beim fast parallel ausgeführten Start „gefährlich nahe“ gekommen.

          Jochen Remmert

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, zuständig für Flughafen und Offenbach.

          Immerhin ist das Manöver, an dem tatsächlich diese beiden Flugzeuge beteiligt waren, so außergewöhnlich gewesen, dass sich auch die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung die Sache genauer angeschaut hat. Die Experten aus Braunschweig treten bei Unfällen und schweren Störungen in Aktion, um die Ursachen zu ermitteln. Als dritte, am wenigsten heikle Kategorie einer solchen Untersuchung kennen die Braunschweiger „Störungen“. Im Fall des Parallel-Starts in Frankfurt von Ende Februar lag aber nicht einmal eine solche Störung vor, wie ein Sprecher der Rhein-Main-Zeitung sagte.

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