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Forscher über den Klimawandel : „Es kommt auf die nächsten zehn Jahre an“

  • -Aktualisiert am

Fachmann: Atmosphärenphysiker Joachim Curtius im Messcontainer der Goethe-Uni Bild: Frank Röth

Lässt sich die Erderwärmung aufhalten? „Das steht gerade wirklich auf der Kippe“, sagt der Frankfurter Fachmann Joachim Curtius. Und: „Ich glaube, dass jeder Einzelne jetzt gefordert ist.“

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          Seit Ausbruch der Corona-Pandemie wird ständig über Aerosole geredet. Was viele nicht wissen: Die winzigen Schwebeteilchen haben auch Einfluss auf das Klima. Joachim Curtius beschäftigt sich als Atmosphärenforscher der Goethe-Universität häufig mit Aerosolen und weiß, wie sie wirken: „Sie reflektieren das Sonnenlicht und halten Wärmestrahlung ab. Außerdem sind sie entscheidend für die Wolkenbildung“, erläuterte er im Gespräch mit F.A.Z.-Redakteur Sascha Zoske. Curtius war am Mittwochabend Gast in der Reihe „Wissenschaft im Dialog“, die von der Historischen Villa Metzler gGmbH, der Polytechnischen Gesellschaft und der F.A.Z. veranstaltet wird. Thema des im Internet übertragenen Podiumsgesprächs war der Klimawandel und die Frage, wie er gestoppt werden kann.

          Ob sich die Erderwärmung aufhalten lässt, ist laut Curtius schwer zu sagen: „Das steht gerade wirklich auf der Kippe. Es kommt darauf an, wie sich die Emissionen in den nächsten zehn Jahren entwickeln.“ Entscheidend sei, ob das Ziel des Pariser Klimaabkommens eingehalten werden könne, also ob die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit begrenzt werden könne. Um das zu schaffen, müssten Europa, die USA und China ihre Treibhausgas-emissionen in den nächsten Jahren stark verringern.

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