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Architekt Stefan Forster : „Wir sind geschlagen von der Eventisierung der Stadt“

Remmidemmi vor städtischer Kulisse: Beim Ironman liegt das Ziel auf dem Römerberg. Bild: Bergmann, Wonge

Der Architekt Stefan Forster findet die Stimmung in Frankfurt nervös und aggressiv. Er will die Lebensqualität drastisch verbessern. Dazu gehören für ihn weniger Autos und weniger Kommerz im öffentlichen Raum.

          7 Min.

          Auf einer Skala von 1 (miserabel) bis 10 (hervorragend): Wie gut gefällt Ihnen die Stadt?

          Rainer Schulze

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Fünf.

          Das ist ein ziemlich schlechter Wert.

          Seit ich 1995 nach Frankfurt gekommen bin, hat sich zwar einiges getan. Die Entwicklung des Mainufers war ein Quantensprung für die Stadt. Diese Viertel haben die Lebensqualität enorm verbessert. Aber es gibt nach wie vor große Defizite, zum Beispiel im Bahnhofsviertel. Außerdem hat der Verkehr extrem zugenommen.

          Wie bewegen Sie sich in der Stadt?

          Ich fahre hauptsächlich Fahrrad. Mit dem Auto in der Stadt zur Arbeit zu fahren kommt für mich überhaupt nicht mehr in Frage. Die Stadt ist voller, beschwerlicher, nervöser und von der Grundstimmung her auch aggressiver geworden. Es gibt kein überzeugendes Fahrradkonzept. Verkehrspolitik mit dem roten Farbeimer reicht nicht aus.

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