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Kritik der Anwohner : Rechenzentren als Nachbarschaftsärgernis

Ungeliebte Nachbarschaft: Blick ins Wohngebiet an der Gelastraße. Bild: Maximilian von Lachner

Im Frankfurter Stadtteil Seckbach wachsen die Datacenter hinter den Gartenzäunen empor. Den Nachbarn ist das zu nah, zu hoch und schon gar nicht nachhaltig.

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          Es geht nicht um das Ob, sondern um das Wie, auch um das Wo. Diese Botschaft ist der Bürgerinitiative für Gesundes Wohnen und nachhaltiges Gewerbe Seckbach wichtig: „Wir sind nicht gegen Rechenzentren, uns geht es um die Frage, ob man sie weiterhin mitten in der Stadt und in dieser Form bauen sollte“, erklärte Christian Falk, einer der Mitstreiter des Bündnisses und einer von den Anwohnern aus dem Frankfurter Stadtteil Seckbach, denen die Rechenzentren immer näher an den Gartenzaun heranrücken. Wie wenig ihrer Meinung nach der Nachbar Equinix mit seinen hohen, kastenförmigen Neubauten in die schon fast einhundert Jahre währende Nachbarschaft aus Gewerbe und Einfamilienhäusern passe, das führten die Seckbacher am Freitag Vertretern der CDU und der Industrie- und Handelskammer bei einem Rundgang vor.

          Inga Janović
          Wirtschaftsredakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Seit einigen Jahren schon hadern die Bewohner rund um die Gelastraße, die als kleines Wohngebiet zwischen dem Naturschutzgebiet Seckbacher Ried und dem Gewerbegebiet Seckbach liegt, mit den Ausbauplänen des Nachbarn Equinix; 2018 hatten sie sich erstmals deswegen an die Stadt gewandt. Nachdem das amerikanische Unternehmen kürzlich angekündigt hatte, insgesamt fast eine Milliarde Euro am Standort Frankfurt investieren, also kräftig weiterbauen zu wollen, haben die Anwohner einiges in Bewegung gesetzt, um den Blick auf diese Entwicklung zu lenken. Sie haben Briefe geschrieben, sich an den zuständigen Ortsbeirat gewandt.

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