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Antikörperforschung : Wie Plasmaspender Coronakranken helfen könnten

Tests für Covid-Antikörper in einem Labor in Brandenburg (Symbolbild) Bild: ZB

Antikörper aus dem Plasma von genesenen Corona-Patienten gelten als Hoffnung im Kampf gegen die Krankheit. Bewiesen ist das noch nicht. Außerdem mangelt es an Spendern.

          3 Min.

          Würde sich Erhard Seifried nicht selbst so gut im Bereich der Antikörperforschung auskennen, vielleicht hätte ihm die Ankündigung des amerikanischen Präsidenten Donald Trump einen kurzen Moment der Erleichterung beschert. Aber Seifried, Direktor des Instituts für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie, lässt sich nun einmal nicht von Aussagen blenden, die nicht auf Fakten basieren. Und so waren ihm die Äußerungen Trumps, man habe ihm ein „Heilmittel“ gegen Corona verabreicht, allenfalls einen müden Seufzer wert. Trump hatte nach seiner Corona-Infektion verkündet, dieses „Heilmittel“ allen erkrankten Amerikanern zur Verfügung stellen zu wollen.

          Marie Lisa Kehler

          Stellvertretende Ressortleiterin des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Bei dem Präparat, das er erhielt, handelt es sich um ein Corona-Antikörper-Mittel der amerikanischen Biotech-Firma Regeneron. Eine Marktzulassung hat das Medikament, das auf synthetisch hergestellten Antikörpern basiert, bisher nicht. Stattdessen wurde bekannt, dass eine Medikamentenstudie, die die Wirksamkeit des Verfahrens beweisen sollte, aufgrund von Sicherheitsbedenken vorübergehend gestoppt werden musste. Trumps vollmundige Ankündigung sei „ein falsches Versprechen, das nicht auf der Realität beruht“, warnt Seifried vor überzogenen Erwartungen.

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