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Anhaltende Trockenheit : Rhein schon in wenigen Tagen zu niedrig für Schiffsverkehr

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Austrocknendes Flussbett: Noch kann ein Ausflugsdampfer zwei Frachter auf Höhe des Bingener Mäuseturms passieren. Bild: Maximilian von Lachner

Der Regenmangel bedroht die Schifffahrt auf dem Rhein, die Pegelstände nähern sich Rekord-Tiefen an.

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          Vier Jahre nach dem Rekordniedrigwasser sinken die Pegel am Rhein wieder auf gefährliche Tiefen. Zwar sind die Wasserstände von Deutschlands am stärksten frequentierter Schifffahrtsstraße noch etwas von den historischen Tiefständen entfernt. Doch Behörden rechnen damit, dass in wenigen Tagen keine Schiffe mehr fahren könnten. „Das ist im Bereich des Möglichen“, sagte Bastian Klein von der Bundesanstalt für Gewässerkunde. Wie er erklärte, können flachgehende Binnenschiffe bis zu einem Wasserstand von etwa 30 bis 35 Zentimetern am Pegel Kaub die Mittel­rhein­strecke noch passieren. „Wir gehen den Vorhersagen zufolge Richtung 30 Zentimeter bis Anfang nächster Woche am Pegel Kaub. Tendenziell kommt die Rheinschifffahrt in diesem Bereich dann zum Erliegen.“ Der Pegel misst dabei nicht an der ­tiefsten Stelle. In der Fahrrinne wäre dann jedoch nur noch weniger als 1,50 Meter Platz bis zum Grund. Für Ende nächster Woche seien zwar Niederschläge vorausgesagt, sagte Klein. „Da ist jedoch mit keinem Ende der Niedrigwassersituation zu rechnen.“ Historische Tiefstände wurden meist in den Monaten September bis November erreicht, am 22. Oktober 2018 wurden bei Kaub nur 25 Zentimeter gemessen. Die Niedrigstände im Rhein wirken sich auch auf die Energieversorgung aus. Laut dem Energiehandelsverband Südwest-Mitte können die Güterschiffe wegen des geringen Tiefgangs derzeit nur ein ­Drittel der üblichen Lademenge an ­Kohle und Öl transportieren.

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