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Übereinkunft von Land und BUND : Am Riederwaldtunnel mehr Grünflächen erhalten als gedacht

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Umstritten: das Großprojekt Riederwaldtunnel, das die A66 und die A661 im Osten Frankfurts verbinden soll Bild: dpa

Er gilt als Frankfurts unendliche Geschichte, obwohl Arbeiter schon an ihm bauen: Der Riederwaldtunnel im Osten der Stadt sorgt regelmäßig für Streit. Nun gibt es Neues zum Plan rund um das Großprojekt.

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          Das umstrittene riesige Bauprojekt Riederwaldtunnel im Osten Frankfurts hat mit der Beilegung eines jahrelangen Rechtsstreits eine weitere Hürde genommen. Die Straßenbaubehörde Hessen Mobil und der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) haben sich nach Planänderungen bei dem Bauprojekt geeinigt, teilten die Behörde und der Bund am Dienstag gemeinsam mit.

          Wegen eines jetzt vorgesehenen Erhalts von Grünflächen, eines besonderen Schutzes des Waldes und weiterer Vorhaben habe der BUND eine Klage gegen den Bau zurückgezogen. Der 1100 Meter lange Tunnel soll die Lücke zwischen den Autobahnen 66 und 661 schließen.

          Planänderungsbeschluss erwartet

          Für Hessen Mobil hat die Einigung Signalwirkung, den nur dieses Klage sei auf die Aufhebung des Planfeststellungsbeschlusses gerichtet gewesen. Andere Klagen wegen eines zusätzlichen Lärmschutzes hätten keine aufschiebende Wirkung. Die Straßenbaubehörde warte nun auf den Planänderungsbeschluss und wolle dann die Bauaufträge ausschreiben. Wann genau der Bau startet, sei derzeit noch nicht abzusehen.

          „Sie ist ein nach der Sach- und Rechtslage guter Kompromiss, auch wenn der Weiterbau der Autobahn A66 für den Bund nicht die richtige Antwort auf die Verkehrsprobleme im Frankfurter Osten ist“, sagte der Bund-Landesvorsitzende Jörg Nitsch. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof hatte 2009 in einer mündlichen Verhandlung über die Klage des Verbands eine Überarbeitung der Planung angeregt.

          Seit den sechziger Jahren geplant

          Seit 1985 gehört das Projekt zu den verkehrspolitischen Dauerbrennern. Doch schon in den sechziger Jahren wurde über ein solches Vorhaben diskutiert. Ursprünglich sollten die Bauarbeiten Mitte der siebziger Jahre beginnen. Kritiker wandten aber unter anderem hohe Kosten sowie Lärm und Nachteile für die Umwelt gegen das Großprojekt ein.

          Riederwaldtunnel

          Im Februar 2008 wurde der Planfeststellungsbeschluss unterschrieben. Im September wurde der erste Spatenstich symbolisch gesetzt, los ging es mit den Bauarbeiten aber erst zwei Jahre später.

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