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Abfallentsorgung : Mit Corona kamen die Glasberge

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Schon lange nicht mehr geleert: Überquellende und eng mit Flaschen umstellte Altglascontainer wie dieser in der Schumannstraße im Westend Bild: Maximilian von Lachner

Erst sind die Fahrer infolge der Corona-Pandemie kranke geworden, dann viel für die Frankfurter Altglasentsorgung auch noch ein Fahrzeug aus.

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          Von den insgesamt 1400 Altglascontainern in Frankfurt gibt es derzeit kaum einen, um den nicht Dutzende von Flaschen und Gläser aufgereiht stehen. Und das ist beileibe keine Ausnahmeerscheinung oder ein Phänomen weniger Tage. Vielmehr hatte das mit der Altglasentsorgung beauftragte Unternehmen Remondis bereits in der letzten Aprilwoche mitgeteilt, dass es aufgrund „krankheitsbedingter Ausfälle von Fahrern“ zu Engpässen bei der Glasmüllabfuhr kommen könnte. Wie zu hören ist, hatte die Corona-Pandemie den Remondis-Mitarbeitern zugesetzt, zu dem war ein Fahrzeug ausgefallen. Doch es gibt eine gute Nachricht: Remondis hat jetzt die Stadt und die für die Sauberkeit zuständige Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) wissen lassen, dass seit Beginn dieser Woche die drei Fahrzeuge, die in Frankfurt regulär im Einsatz sind, inklusive der dafür zuständigen fünf Fahrer wieder unterwegs seien. Bis Freitag, so Remondis, sei in Frankfurter mit Blick auf das Altglas alles wieder in bester Ordnung, das Glas werde entsorgt. Bereits seit einigen Tagen hatten die FES-Mitarbeiter der Straßenreinigung ausgeholfen und während ihrer Runden die um die Container herumstehenden Glasabfälle weggeräumt, damit diese nicht auch noch zu Bruch gehen konnten. Doch das sei nur eine kurzfristige Abhilfe. Solange die Container selbst nicht geleert würden, so ein Sprecher der FES, stünde am nächsten Morgen wieder alles rund um die Gefäße voll. Bleibt die Frage, warum ein Entsorgungskonzern wie Remondis in einer solchen Situation nicht wenigstens Ersatzfahrer stellen kann. Es fehlten vielerorts Fahrer, heißt es. Und man könne für die Leerung der Altglascontainer nicht irgendjemanden einsetzen. Die Mitarbeiter müssten geschult sein und sie bräuchten zudem starke Nerven. Denn sobald die Fahrer der Fahrzeuge sich anschickten, die Vorbereitungen zum Leeren der Container zu treffen, schimpften Anwohner, Passanten und zum Warten gezwungene Autofahrer, dass es dafür geeignetere Zeitpunkte gebe. mch.

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