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Alte Ölfabrik : Kultur hinter Backsteinwänden

Keine Bretter, die die Welt bedeuten: Karsten Heidebrecht zeigt den künftigen Theater- und Konzertsaal unter dem Dach, der einen anderen Boden bekommt. Bild: Marcus Kaufhold

Die alte Ölfabrik in Sachsenhausen bekommt einen Konzert- und Theatersaal. Das Kulturzentrum wird erweitert und will sich auch einem jüngeren Publikum öffnen.

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          In den Ecken liegen kaputte Möbel und anderes Gerümpel, die Fensterscheiben sind fast blind, alles ist voll Spinnweben und Staub. Dass die Räume im ersten und zweiten Obergeschoss der alten Fabrik in Sachsenhausen seit 1969 nicht mehr genutzt werden, sieht man ihnen an. Damals stellte die 1880 errichtete Mineralölfabrik ihren Betrieb ein. Jetzt soll das pittoreske Industriedenkmal am Mittleren Hasenpfad saniert und als Kulturzentrum ausgebaut werden.

          Rainer Schulze
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Das Gebäude gehört der Peter Paul und Emmy Wagner-Heinz Stiftung, die dort seit 2005 das Kulturwerk „Die Fabrik“ betreibt. Bisher beschränkt es sich allerdings auf den Gewölbekeller, in dem Konzerte und Lesungen stattfinden, und auf den lauschigen Biergarten im Innenhof. Nun wird das Angebot deutlich erweitert: Der Gewölbekeller wird um 30 auf dann 130 Plätze vergrößert. Künftig soll es zudem im Erdgeschoss der Fabrik ein kleines, das Jahr über geöffnetes Lokal mit 35 Plätzen und oben einen Konzert- und Theatersaal mit Empore, Bühne und Platz für weitere 165 Zuschauer geben. Wegen der Brandschutzauflagen ist die Besucherzahl auf insgesamt 200 Personen begrenzt.

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