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Schüsse auf Kiosk in Frankfurt : Haftstrafen im Prozess um „Bandenkrieg“

Blick auf das Allerheiligenviertel Bild: Michael Braunschädel

Das Frankfurter Landgericht verurteilt fünf Männer, die an einem Angriff auf einen Kiosk beteiligt waren. Ein Streit im kriminellen Milieu war eskaliert, die Tat mitten in der Stadt hat viele aufgeschreckt und verunsichert.

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          Wie der Vorsitzende Richter die Tat schildert, wie er rekapituliert, was sich in der Nacht auf den 29. Januar 2021 im Frankfurter Allerheiligenviertel, unweit der Konstablerwache, ereignete, das lässt einen an Mafia-Filme und die Videos von Gangsterrappern denken. Acht Autos fahren vor, zwischen 30 und 40 Männer steigen aus, gehen auf einen Kiosk zu, bewaffnet mit Baseballschlägern und Holzstöcken. Dann, um sechs Minuten nach ein Uhr, fallen Schüsse in Richtung des Kiosks.

          Alexander Jürgs
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Getötet oder verletzt wird dabei zum Glück niemand. Eine „extrem gefährliche Situation“ war es trotzdem, fasst der Richter zusammen. Fünf Männer, die bei dem Überfall im Allerheiligenviertel dabei waren, werden am Mittwoch im Frankfurter Landgericht wegen ihrer Tatbeteiligung verurteilt. Ein Mann, der in der Nacht geschossen hat, erhält eine Haftstrafe von vier Jahren und neun Monaten. Drei andere, die ebenfalls maßgeblich an der Tat beteiligt waren, werden zu Strafen zwischen drei Jahren und drei Monaten und drei Jahren und neun Monaten verurteilt.

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